Lamm

Senken Sie das Allergierisiko Ihres Babys

 

Im Grunde genommen ist eine Allergie eine Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Stoffe. Dabei stellen diese Stoffe selbst eigentlich keine gesundheitliche Gefährdung dar. Trotzdem: Allergiebeschwerden sind durchaus ernst zu nehmen. Von juckenden Augen bis zur Atmennot sind die Reaktionen vielfältig. Aber was können Sie tun, um Ihre Kinder zu schützen?


Vorbeugung während Schwangerschaft & Geburt

Bislang wurde nicht wissenschaftlich geklärt, ob eine allergenarme Ernährung während der Schwangerschaft das Auftreten von Allergien bei Säuglingen zu vermeiden hilft. Derzeit wird keine allergenarme Ernährung in der Schwangerschaft empfohlen, weil sich das Risiko einer unzureichenden Nährstoffzufuhr dadurch erhöht. Als erwiesen gilt jedoch, dass

  • das Rauchen der Mutter das Allergierisiko des Kindes erhöht.
  • Kinder, die auf natürlichem Weg geboren werden, seltener an Allergien erkranken als Kinder, die per Kaiserschnitt zur Welt gebracht wurden. Bei einer vaginalen Geburt werden Keime von der Mutter auf das Baby übertragen, die sich positiv bzw. abhärtend auf das junge Immunsystem auswirken.

Vorbeugung im Babyalter

Stillen ist die beste Ernährung für jedes Baby, vor allem wenn bereits einen familiäre Allergieneigung vorliegt. Wenn möglich sollten Sie in den ersten sechs Monaten stillen. Reicht die Muttermilch nicht aus oder machen andere Gründe das Stillen unmöglich, so sollte das Baby bei erhöhtem Allergierisiko mit einer hypoallergenen HA-Nahrung gefüttert werden.

Vorbeugung ab dem Beikostalter

Es ist zu empfehlen, mit der Einführung der Beikost schrittweise zu beginnen. Dabei sollte die Beikost aus möglichst wenig verschiedenen Lebensmitteln bestehen. Probieren Sie ein Lebensmittel erst zwei bis drei Tage aus, bevor Sie etwas Neues testen! Während des gesamten ersten Lebensjahres gehören Vollmilch, Zitrusfrüchte, Fisch und Nüsse nicht auf den Speiseplan des Säuglings, da die in diesen Speisen vorhandenen Eiweiße stark allergen wirken können.

"Dreck reinigt den Magen!"

Sauberkeit und Hygiene sind wichtig, aber vergessen Sie bitte nicht, dass der Organismus Ihres Kindes auch unverträgliche Einflüsse (z. B. Viren, Bakterien, Pollen) kennen lernen muss, um einen Schutz dagegen entwickeln zu können. Sonst kann es sein, dass der Körper bei einem Kontakt mit diesen Stoffen entweder gar nicht (man wird z. B. krank) oder überheftig (allergische Reaktion) reagiert. Lassen Sie Ihr Kind ruhig mal mit Tieren oder bei Regen draußen spielen. Und auch das alte Sprichwort "Dreck reinigt den Magen!" gilt.

Was tun bei Zöliakie?

Zöliakie ist eine Unverträglichkeit des Dünndarms gegenüber Gluten. In Deutschland ist ungefähr 1 von 500 Menschen an Zöliakie erkrankt. Die Entstehung der Erkrankung ist im Einzelnen noch nicht geklärt. Fest steht allerdings, dass es eine genetische Veranlagung dafür gibt, die zusammen mit äußeren Einwirkungen zu der Krankheit führt.

Wann und wie entsteht Zöliakie?

  • Zöliakie beginnt meistens zwei bis vier Monate, nachdem Ihr Kind zum ersten Mal mit glutenhaltigen Nahrungsmitteln in Berührung gekommen ist, beispielsweise in Form von glutenhaltigen Breien.
  • Das erstmalige Auftreten von Zöliakie vom Zeitpunkt der Einführung glutenhaltiger Kost (z.B. glutenhaltiger Breie) an gerechnet, ist sehr variabel. Es kann sich von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren erstrecken.
  • 10 % der betroffenen Kinder unter zwei Jahren haben eine vorübergehende Zöliakie, die ab dem zweiten oder dritten Lebensjahr wieder verschwindet.

Nehmen an Zöliakie erkrankte Patienten glutenhaltige Nahrungsmittel auf, wird die Dünndarmschleimhaut zerstört und dadurch die umfassende Funktion der Verdauung sowie die Aufnahme der Nahrung beeinträchtigt. Durch den dauernden Kontakt mit Gluten verkümmern die Dünndarmzotten, das sind die fingerartigen Erhebungen des Darminnenraumes. Die Darmoberfläche wird glatt und kann der Aufgabe des Nährstofftransportes nur noch eingeschränkt nachkommen.

Wie erkenne ich Zöliakie?

  • Hauptmerkmal der Krankheit ist die mangelnde Gewichtszunahme bis hin zu chronischem Untergewicht aufgrund der durch die Zöliakie gestörten Dünndarmfunktion.
  • Hinzu kommen voluminöse, fetthaltige Durchfälle, mit dem die wertvolle Bestandteile der Nahrung des Kindes unverdaut ausgeschieden werden.
  • Appetitlosigkeit, Reizbarkeit, Blähungen, Bauchschmerzen und Erbrechen sind häufig weitere Symptome.

Eine schnelle und eindeutige Diagnose ist häufig aufgrund der atypischen und vielschichtig auftretenden Beschwerden sehr schwierig.

Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Kind an Zöliakie erkrankt ist, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dessen Diagnose entscheidet, ob Ihr Kind eine glutenfreie Ernährung einhalten muss, d. h. glutenhaltige Getreidesorten und alle daraus hergestellten Produkte müssen vom Speiseplan gestrichen werden. Normale getreidehaltige Milchbreie, Brot oder Gebäck sind ebenfalls ungeeignet. Unter strenger glutenfreier Ernährung regeneriert sich die Dünndarmschleimhaut und die Symptome vergehen innerhalb weniger Tage bzw. Wochen.

Was kann ich zur Vorbeugung tun?

  • Glutenhaltige Getreidesorten sollten Sie Ihrem Baby möglichst spät – und nicht vor dem sechsten Lebensmonat – geben. Eine zu frühe Einführung glutenhaltiger Beikost kann das Zöliakierisiko aufgrund der Unreife des Magen-Darmsystems Ihres Säuglings erhöhen.
  • Der Humana Elternservice berät Sie gerne in Bezug auf die passenden Produkte für eine glutenfreie Ernährung Ihres Kindes. Weitere Informationen finden Sie auch bei der Deutschen Zöliakie Gesellschaft.

Was tun bei Lactose-Intoleranz?

Lactose-Intoleranz bezeichnet die Unverträglichkeit von Kuhmilch, d. h. von Kuhmilcheiweiß bzw. Milchzucker (Lactose). Falls der Verdacht auf eine Kuhmilchunverträglichkeit bestätigt wird, empfehlen wir Ihnen Humana SL (als Flaschennahrung vom ersten Fläschchen an und als Brei nach dem 4. Monat) zur weiteren Ernährung Ihres Kindes.

Die Humana SL-Nahrungen sind milcheiweiß- und milchzuckerfrei (daher der Name: sine lacte = ohne Milch). Sie enthalten als Eiweißquelle ein - speziell für Säuglingsnahrungen - hochgereinigtes Sojaprotein-Isolat.

Lesen Sie auch unsere Fragen und Antworten zur Ernährung allergiegefährdeter Kinder.