

Das Baby ist unruhig, schreit und weint, ballt seine Händchen zu Fäusten und zieht ruckartig die Beine an - und das, obwohl Sie alles für das Wohl Ihres Kleinen getan haben. Die häufigste Ursache: Bauchweh. Für Eltern ist es sehr belastend, mit anzusehen, wie sich ihr Baby quält. Vielleicht ist es ein kleiner Trost zu wissen, dass dahinter so gut wie nie eine Krankheit steckt.
Gerade bei sehr jungen Säuglingen können das häufig noch nicht ausgereifte Verdauungssystem sowie vermehrtes Luftschlucken beim Trinken Gründe für Bauchweh und Blähungen sein.
Beim Stillen kann auch ein zu starker Milchspendereflex der Mutter unter Umständen eine Ursache für vermehrtes Luftschlucken des Babys sein. In diesem Fall lassen Sie sich von Ihrer Hebamme eine entsprechende Stillposition zeigen.
Reicht die Muttermilch nicht aus oder machen andere Gründe das Stillen unmöglich, so sollten Sie beim Füttern Ihres Kindes mit Flaschennahrung darauf achten, dass es nicht zu große Milchmengen auf einmal schlucken muss. Das Loch des Flaschensaugers sollte auf das Alter des Kindes und die Konsistenz der Nahrung abgestimmt sein, damit Ihr Kind nicht zu hastig trinkt und nicht zu viel Luft schluckt. Das Loch hat die richtige Größe, wenn sich pro Sekunde nur etwa ein Tropfen löst.
Schütteln Sie das Fläschchen bei der Zubereitung nicht zu stark, sonst bilden sich Luftblasen. Außerdem ist es wichtig, immer wieder kurze Pausen zu machen und Ihr Baby aufstoßen zu lassen. Nehmen Sie sich Zeit zum Füttern und sorgen Sie für Ruhe während und nach der Mahlzeit.
Anschließend können eine sanfte Bauchmassage mit handwarmem Öl und leises Reden beruhigend auf das Kind wirken. Ein vorgewärmtes Kirschkernkissen oder eine Wärmflasche hilft auch gegen Babys Bauchweh. Wichtig: Die Wärmequelle immer in ein Handtuch wickeln und die Temperatur mit dem Handrücken prüfen.
Hat Ihr Kind parallel zu den Bauchschmerzen Fieber, anhaltenden Durchfall oder Verstopfung, fragen Sie in jedem Fall Ihren Kinderarzt. Das gilt auch, wenn Sie vermuten, dass sich hinter den Bauchschmerzen andere ernste Ursachen verbergen.
Blähungen können verschiedene Ursachen haben. Es kann sich bei Ihrem Baby um die in den ersten Lebensmonaten auftretenden Dreimonatskoliken handeln. Diese können im Allgemeinen auf das noch unreife Magen-Darm-System Ihres Kleinen zurückgeführt werden. Die Blähungen können aber auch durch ein zu hastiges Trinken oder eine zu starke Schaumbildung im Fläschchen hervorgerufen werden, weil Ihr Kind dabei vermehrt Luft mitschluckt. Das können Sie vermeiden, indem Sie darauf achten, dass das Saugloch nur so groß ist, dass die Milch langsam heraustropft, wenn Sie die Flasche auf den Kopf drehen.
Wenn keine Besserung eintritt, wenden Sie sich an Ihre Hebamme oder Ihren Kinderarzt.
Hat Ihr Baby eine Verstopfung, geben Sie ihm keine Abführmittel, sondern Tee oder Milchzucker.
Gerade bei Beikost-Kindern sollten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Geben Sie ihnen Wasser (abgekochtes oder Humana Baby-Wasser) oder ungesüßten Tee. In den Umstellungsphasen auf Beikost kann auch Apfelpüree (evtl. mit Wasser verdünnt) gegeben werden, damit der Stuhl weich bleibt. Sollte der Stuhl immer noch zu hart sein, können Sie Milchzucker (Lactose) geben. Milchzucker fördert den Aufbau einer gesunden Darmflora und regt bei Verstopfung den Stuhlgang schonend an. Bitte verteilen Sie die Milchzuckergabe über den ganzen Tag und geben Sie nicht die ganze Menge auf einmal, weil dann möglicherweise der Stuhl zu weich wird! Wenn der Stuhlgang wieder normale Konsistenz hat, kann die Milchzuckergabe verringert bzw. weggelassen werden.
Bei Babys ist Durchfall eine häufig auftretende, aber dennoch nicht zu unterschätzende Erkrankung. Der Organismus der Kleinen wird dadurch empfindlich angegriffen. Wussten Sie, dass Babys in den ersten sechs Stunden einer Durchfallerkrankung 5-10% ihres Gesamtgewichts verlieren können?
Eine mögliche Ursache für die Durchfallerkrankung Ihres Kindes kann ein (evtl. neu verabreichtes) Nahrungsmittel oder ein Medikament sein, das Ihr Kind nicht verträgt. Die häufigsten Auslöser sind jedoch Magen-Darm-Infektionen.
Bei einer Durchfallerkrankung Ihres Babys wenden Sie sich am Besten sofort an Ihren Kinderarzt, um mögliche Ursachen abzuklären. Seien Sie sich als Eltern bewusst, dass eine Durchfallerkrankung für Ihr Kind gefährlich werden kann - vor allem, wenn auch noch Erbrechen und/oder Fieber dazukommen sollten. Geben Sie Ihrem Kinderarzt ausführliche Informationen, wie sich der Durchfall bei Ihrem Kind darstellt, damit er die richtigen Entscheidungen für die Behandlung treffen kann.
Erster Schritt: Regulierung des Flüssigkeitshaushaltes
Mit dem Durchfall verliert Ihr Kind viel Flüssigkeit und wichtige Mineralstoffe. Je kleiner Ihr Baby ist, desto größer ist die Gefahr der Austrocknung. In den ersten sechs bis zwölf Stunden der Durchfallerkrankung ist es daher wichtig, den Mineralstoff- und Wasserverlust aufzufangen. Speziell auf die Bedürfnisse von Babys abgestimmte Elektrolytlösungen (z. B. Humana Elektrolyt mit Fenchelgeschmack) sind ideal, um verlorene Flüssigkeit schnell zu ersetzen und dadurch den Mineralstoffwechsel zu stabilisieren.
Das in abgekochtem Wasser oder speziellem Humana Baby-Wasser aufzulösende Pulver sollte unmittelbar bei Auftreten der Durchfallerkrankung gegeben werden, um so eine rasche Wiederherstellung des notwendigen Flüssigkeitsbedarfs des Organismus zu gewährleisten.
Zweiter Schritt: Nahrungsaufbau
Im Anschluss an die Behandlung mit einer Elektrolyt-Lösung empfiehlt sich das Füttern mit einer speziellen Heilnahrung wie z. B. Humana HN mit Prebiotik. Durch den hohen Bananenanteil sowie den niedrigen Fett- und Lactosegehalt ist dieses Produkt speziell auf die gestörte Verdauungsfunktion abgestimmt.
Die in den Bananen enthaltenen Faserstoffe nehmen überschüssiges Wasser im Darm auf, wodurch zur schnellen Normalisierung des Stuhls beigetragen wird. Die Ernährung mit Humana HN Heilnahrung sollten Sie solange beibehalten bis sich der Stuhlgang Ihres Kindes wieder normalisiert hat. Danach können Sie Ihren Nachwuchs behutsam auf die gewohnte Nahrung umstellen.
Achtung: Wenn der Kinderarzt eine hypoallergene oder kuhmilchfreie Ernährung empfohlen hat, darf Humana HN Heilnahrung nicht gegeben werden, da sie Eiweiß enthält. Bitte verabreichen Sie in diesen Fällen verdünnte HA-Nahrung bzw. verdünnte SL-Nahrung.
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