Lamm

Richtig trinken – von Anfang an

 

 

Der menschliche Körper besteht bis zu 75 Prozent aus Wasser. Der exakte Anteil ist jedoch von Faktoren wie Alter, Geschlecht oder Körperfettgehalt abhängig.


Bei Männern liegt der Wasseranteil durchschnittlich bei 60, bei Frauen bei 50 Prozent. Bei Säuglingen und Kleinkindern hingegen macht der Wassergehalt noch ca. 75 Prozent des Körpergewichtes aus. Wichtig ist: Das als Säugling erlernte Trinkverhalten wird meist bis ins Erwachsenenalter beibehalten. Deshalb sollten Sie Ihr Kind bereits frühzeitig an regelmäßiges Trinken gewöhnen.

Trinken in den ersten Monaten

  • Während der ersten vier Lebensmonate deckt Ihr Baby seinen Flüssigkeitsbedarf normalerweise ausschließlich über die Muttermilch oder die Säuglingsnahrung.
  • Nur bei großer Hitze, Fieber, Durchfall oder Erbrechen muss der entstandene Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden.
  • Geben Sie Ihrem Baby dann eine Flasche mit einem kleinen Sauger oder lassen Sie es von einem kleinen Löffel trinken.

Das Beikostalter - Trinken ab dem 4. Lebensmonat

Mit Einführung der Beikost sollten Sie Ihr Baby auf jeden Fall an eine zusätzliche Flüssigkeitszufuhr gewöhnen. Denn mit der ersten festen Nahrung nimmt Ihr Baby auch Ballaststoffe auf, die zusammen mit reichlich Flüssigkeit die Verdauung fördern. Je mehr feste Nahrung auf dem Speiseplan steht, desto mehr müssen Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.

Entsprechend sollte Ihr Kind parallel zur Beikost folgende Trinkmenge erhalten:

  • Babys vom 4. bis 6. Monat etwa 250 ml pro Tag
  • Babys ab dem 6. Monat etwa 500 ml pro Tag
  • Kinder zwischen 1 und 4 Jahren etwa 1 Liter pro Tag
  • Kinder über 4 Jahren mindestens 1 Liter pro Tag

Brustkindern, für die das Saugen an einem Fläschchen ungewohnt ist, gelingt das Trinken oft leichter mit speziellen Trinklerntassen. Unabhängig von der Altersstufe gilt: Verliert ein Kind Flüssigkeit, zum Beispiel durch Schwitzen, Durchfall, Erbrechen oder Fieber, entsteht ein zusätzlicher Flüssigkeitsbedarf.

Tipp: Wenn der tägliche Stuhlgang weich ist, reicht die angebotene Menge an Flüssigkeit aus.

Bitte beachten Sie:

  • Damit Ihr Baby nicht schon vor dem Essen satt ist, sollten Sie Flüssigkeit immer zu oder nach dem Essen reichen.
  • Überlassen Sie Ihrem Kind das Fläschchen nicht zum Dauernuckeln, da dies zu Karies führen kann! Es sollte zügig seinen Durst stillen, wobei Sie die Flasche halten sollten.
  • Gewöhnen Sie Ihr Kind so früh wie möglich daran, aus einer Tasse zu trinken.

Das Richtige trinken

Muttermilch oder Milchnahrungen sind wegen ihres hohen Energiegehaltes Lebensmittel und keine Getränke. Zum Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes eignen sich am besten Wasser oder Früchte- und Kräutertees.

Wasser ist nicht gleich Wasser

  • Baby-Wasser: Das Humana Baby-Wasser ist sowohl zum Trinken als auch zur Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet. Es wird im TetraPak abgefüllt und ist deshalb angenehm leicht zu transportieren. Selbstverständlich ist das Humana Baby-Wasser mineralstoffarm und bietet größtmögliche Sicherheit vor Belastungen. Der Gehalt für alle Schadstoffe liegt im Humana Baby-Wasser unter der Nachweisgrenze.
  • Mineralwasser: Mineralwasser unterliegt nicht der strengen Trinkwasserverordnung, zum Teil sind höhere Grenzwerte als bei Trinkwasser erlaubt. Hinzu kommt, dass sich Mineralwässer in der Zusammensetzung ihrer Mineralstoffe erheblich voneinander unterscheiden können. So kann es durchaus vorkommen, dass ein Mineralwasser beispielsweise mehr Natrium enthält, als es für Ihr Baby gut ist. Achten Sie beim Kauf auf den Zusatz "Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung" oder verwenden Sie besser gleich das mineralstoff- und schadstoffarme Humana Baby-Wasser.
  • Leitungswasser: Kinderärzte diskutieren seit langem, ob die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Höchstwerte für Trinkwasser wirklich ausreichen, um Babys wirksam zu schützen. Dank der strengen Auflagen, die die Trinkwasserverordnung in Deutschland für Inhaltsstoffe vorgibt, ist Leitungswasser hierzulande dennoch meist verträglich. Nur in wenigen Regionen werden die zulässigen Grenzwerte überschritten. In den meisten Fällen sind sie für Erwachsene in geringer Konzentration auch nicht gesundheitsschädlich. Anders aber sieht der Fall im zarten Kindesalter aus: denn je kleiner der Organismus ist, desto empfindlicher reagiert er. Insbesondere, wenn in Altbauten das Wasser durch Bleirohre fließt, können Stoffe freigesetzt werden, die für die Gesundheit von Babys und Eltern buchstäblich Gift sind. Besonders problematisch ist auch saures Wasser aus neuen Kupferleitungen. Lassen Sie im Zweifelsfall Ihr Leitungswasser analysieren und verwenden Sie kein Wasser, das über Nacht in der Leitung gestanden hat.