

Babys lieben es, sich zu bewegen. Sie zappeln auf dem Wickeltisch, strampeln mit den Beinchen und rudern mit den Ärmchen. Bereits ab dem 3. Lebensmonat können Sie daher darüber nachdenken, wie Sie diesen Bewegungsdrang fördern und unterstützen können.
Durch regelmäßige Bewegung werden die motorischen, sensorischen und geistigen Fähigkeiten sowie der Gleichgewichts- und Tastsinn gefördert. Außerdem lernt Ihr Baby, sich selbst wahrzunehmen, also ein "Selbstbewusstsein" zu entwickeln. Es sammelt Eindrücke über räumliche Beziehungen und erkennt Zusammenhänge. Werden diese Übungen in einer Babysportgruppe durchgeführt, kann Ihr Kind zudem schon früh soziale Kontakte zu Gleichaltrigen knüpfen. Außerdem können Sie sich als frischgebackene Eltern mit anderen Gleichgesinnten austauschen.
Die beste Zeit für Sport liegt zwischen den Mahlzeiten, nicht direkt davor oder danach. Auch sollten Sie die Stimmung des Babys berücksichtigen und den Sport so legen, dass Ihr Schatz wach und aufnahmebereit ist. Ist Ihr Kind müde und quengelig sollten Sie es nicht zum Mitmachen zwingen, sondern lieber schlafen lassen. Im Vordergrund steht immer der Spaß und dass Ihr Kleines sich wohlfühlt.
Beim Babyturnen in einer Krabbelgruppe hat Ihr Schatz die Möglichkeit, seine Fähigkeiten sowie die Interaktion mit Gleichaltrigen zu erforschen. Unter fachmännischer Anleitung probieren Eltern mit Ihren Kleinen zusammen z. B. Strampelspiele aus oder spielen mit einem großen Wasserball. Für die etwas Älteren wird auch schon mal ein ganzer Parcours aufgebaut, in dem sich die Kinder krabbelnd frei bewegen können, ohne dass sie sich irgendwo stoßen oder gar verletzen könnten.
Das Prager-Eltern-Kind-Programm ist eine Sonderform des Babyturnens. Dabei treffen sich Eltern mit einer ausgebildeten PEKiP-Gruppenleiterin in einem extra warmen, mit Matten ausgelegten Raum. Die Babys sind bei diesem Kurs nackt, da sie sich ohne Windeln und Kleidung spontaner und intensiver bewegen. Die Gruppenleiterin zeigt Ihnen Übungen, die sich am Entwicklungsstand Ihres Babys orientieren und verwendet dabei ausgewählte, einfache Spielmaterialien, die das Kind zum Ausprobieren anregen. Sie gibt Ihnen Tipps, wie Sie auch zu Hause alltägliche Gegenstände zum Spielen und Turnen verwenden können.
Beim Babyschwimmen geht es nicht darum, dass Ihr Liebling wirklich schwimmen lernt. Es ist vielmehr eine Eltern-Kind-Gymnastik, bei der Sie und Ihr Kind die erhöhte Beweglichkeit im Wasser ausnutzen können. So kann es zum Beispiel auf Ihrem Handteller liegen und planschend das Wasser genießen. Dafür sollte Ihr Kleines bereits für einige Zeit das Köpfchen halten können, damit es kein Wasser schluckt. Wichtig beim Babyschwimmen ist, dass das Wasser mindestens eine Temperatur von 32 bis 33 °C hat. Eine Schwimmstunde sollte nicht länger als 30 Minuten dauern, da Babys schnell auskühlen und frieren.
Inzwischen gibt es sogar Yoga für Babys, um die positiven Wirkungen dieser Sportart wie Entspannung, Energiegewinnung und Vereinigung von Körper und Geist auf die Kleinsten zu übertragen. Dabei werden von Mama und Papa leichte Dehnungen durchgeführt - zum Beispiel wird die linke Hand zum rechten Fuß geführt und umgekehrt. Oft werden die Übungen mit einer zusätzlichen Babymassage kombiniert, die noch mehr zur Entspannung des Kindes beiträgt und durch den Körperkontakt die Eltern-Kind-Beziehung stärkt.
Mittlerweile gibt es ein vielfältiges Bewegungsangebot, aus dem Eltern wählen können - sicherlich auch in Ihrer Nähe. Informieren Sie sich bei Ihrer Hebamme oder wenden Sie sich an Sportvereine in Ihrer Region.
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