

Die ersten Zähne kommen bei den meisten Babys im fünften oder sechsten Monat. Aber es kann ohne weiteres vorkommen, dass die Zähne bereits im dritten Lebensmonat soweit sind - oder erst im zehnten. In aller Regel zeigen sich zuerst die beiden unteren, dann die oberen Schneidezähne.
Danach folgen die anderen Zähne von vorne nach hinten Stück für Stück, bis das Gebiss etwa im Alter von zwei bis zweieinhalb Jahren mit 20 Zähnen vollständig ist. Den Namen "Milchzähne" haben die ersten Zähnchen übrigens aufgrund ihrer milchweißen Farbe.
Der Durchbruch der ersten Zähne bedeutet für Eltern und Kind eine unangenehme Erfahrung. Bei vielen Babys schwillt das Zahnfleisch an, der Kieferknochen spannt und es juckt und kribbelt, wenn die Zähne sich ihren Weg bahnen. Von Außen kündigt sich das meist mit verstärktem Speichelfluss und unentwegtem Herumkauen des Babys an Fingern, Schnuller oder Spielzeug an.
Es kann auch passieren, dass Ihr Kind gerötete, leicht geschwollene Mundschleimhaut oder sogar plötzlich Fieber bekommt. Der Körper des Babys konzentriert sich jetzt voll und ganz auf das Zahnen und das Immunsystem ist geschwächt.
Tipp: Kaufen Sie Ihrem kleinen Schatz einen Beißring: Egal ob hart, weich oder mit Flüssigkeit gefüllt, ein Beißring ist auf jeden Fall sicherer als irgendein anderes Spielzeug, da er mit ungiftigen Farben hergestellt und sanft abgerundet ist. Flüssige Beißringe haben den großen Vorteil, dass sie, im Kühlschrank aufbewahrt, das Zahnfleisch kühlen, Schwellungen verringern und damit erheblich zum Wohlbefinden des Babys beitragen. Flüssige Beißringe aber unter keinen Umständen im Gefrierfach aufbewahren. Dort werden Sie möglicherweise brüchig und die Flüssigkeit kann auslaufen! Zahnen geht häufig auch mit Durchfall einher. Hier kann Humana HN Heilnahrung helfen, dass sich der Stuhl Ihres Kindes schnell wieder normalisiert.
Ungefähr ab dem 6. Lebensjahr fallen die Milchzähne nach und nach aus und die "Erwachsenenzähne" treten an ihre Stelle. Gesunde Milchzähne sind besonders wichtig, um auch gesunde Zähne für das gesamte Leben zu bekommen. Daher sollten Sie direkt mit dem ersten Zahn auch mit der Pflege beginnen - so bekommt Karies erst gar keine Chance.
Zu Beginn reicht ein Wattestäbchen oder ein kleines Tuch vollkommen aus: Streichen Sie einfach vom Zahnfleisch in Richtung Zahnspitze, um Belag zu entfernen. Hierfür eignen sich auch Fingerhut-Zahnbürsten.
Schon ab dem ersten Zahn ist eine Baby-Zahnbürste sinnvoll. Nehmen Sie sie als neues Spielzeug in Ihren gemeinsamen täglichen Ablauf mit auf. Machen Sie sich einen Spaß daraus, mit dem Baby zusammen Zähne zu putzen - die Vorbildfunktion der Erwachsenen ist hier besonders wichtig. Bereits nach kurzer Zeit wird Ihr Kind die Zahnbürste selbst halten.
Lassen Sie Ihr Kind ruhig ein wenig damit spielen, sich im Spiegel beobachten oder den Zahnputzbecher umkippen. Im spielerischen Umgang gewöhnen sich Kinder sehr schnell an die Prozedur des Zähnputzens. In der ersten Zeit wird Ihr Kind jedoch eher kauen und stochern, so dass Sie stets nachputzen müssen.
Wie bei Erwachsenen sollten auch die Zähne Ihres Babys vom Zahnfleisch in Richtung Zahnkrone geputzt werden. Nehmen Sie sich zuerst die Außenseiten der Zähne vor, dann die Innenseite der vorderen Zähne, die Kauflächen der Backenzähne und anschließend die Innenseiten der Backenzähne.
Tipp: Ersetzen Sie die Babyzahnbürste alle vier bis fünf Wochen. Sie sieht dann zwar noch völlig intakt aus, aber in den Borsten verstecken sich bereits viele Bakterien. Die sind mit normalem Ausspülen unter fließendem Wasser nicht zu entfernen.
Zahnprobleme im Milchgebiss entstehen in erster Linie durch Zucker und Säuren. Deshalb sollten Sie Ihr Kind nicht zu sehr an gesüßte Getränke gewöhnen. Auch auf vermeintlich gesunde Getränke, wie Fruchtsäfte, sollten Sie weitestgehend verzichten, da diese neben Zucker auch Säure enthalten, die die Milchzähne angreifen. Als Getränke eigenen sich besser ungesüßte Tees oder Baby-Wasser.
Ganz wichtig: Überlassen Sie Ihrem Kind das Fläschchen nicht zum Dauernuckeln. Gewöhnen Sie es so früh wie möglich daran, aus der Tasse zu trinken.
Einen festen Zeitpunkt gibt es nicht, aber gehen Sie ruhig schon recht früh mit Ihrem Kind zum Zahnarzt. Da zu Beginn selten eine Behandlung notwendig ist, kann es sich bereits an die Situation gewöhnen und fasst Vertrauen zum Zahnarzt. Dieses Vertrauen ist wichtig für eventuell spätere Zahnarztbesuche, wenn einmal Probleme auftreten sollten.
Für etwas ältere Kinder gibt es gut gestaltete Bilderbücher zum Thema Zahnpflege und Zahnarzt.
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