Wichtiger Hinweis

Stillen ist die beste Ernährung für Ihr Baby. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Hebamme, wenn Sie eine Säuglingsanfangsnahrung verwenden möchten.

 
     
Lamm

Häufige Fragen zu "Frühchen"

Frühchen sind besonders anfällig und zerbrechlich. Kein Wunder, da sie doch vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen und meist weniger als 2.500 Gramm wiegen. Meist müssen sie in speziellen Abteilungen der Kinderkliniken medizinisch versorgt, gepflegt und ernährt werden. Da ergeben sich zahlreiche Fragen, von denen wir einige beantworten wollen.

Von wem erhalte ich die Adresse einer Selbsthilfegruppe für Eltern in meiner Nähe?

Der Bundesverband "Das frühgeborene Kind" e. V. bietet kompetente Hilfe. Auf dessen Internetseiten finden sich zudem zahlreiche weitere Informationen rund um das Thema. Natürlich kann der Verein auch telefonisch (06221/32345) oder postalisch (Von-der-Tann-Str. 7, 69126 Heidelberg) erreicht werden.

Außerdem kann ein Blick in unsere Linkliste oder eine Internet-Recherche mit den Stichworten "Selbsthilfegruppen Frühgeborene" weiterhelfen.

Nimmt mich mein Frühchen schon in der Klink wahr?

Es ist erwiesen, dass ein Frühchen ruhiger wird, wenn seine Eltern anwesend sind. Es erkennt die Stimme der Mutter und des Vaters, die ihm schon aus dem Mutterleib vertraut sind. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Kind, wenn Sie es auf den Arm nehmen oder auch, wenn es im Brutkasten liegt. Schnell erkennt es Sie auch daran, wie sie es anfassen und streicheln. Bleiben Sie im ständigen Kontakt mit Ihrem Kind. Es spürt Ihre Nähe auch, wenn es schläft.

Die Sinne Ihres Frühchens entfalten sich außerhalb des Mutterleibes sehr schnell. Ihr Kind kann fühlen, riechen und schmecken und erkennt die Gesichter der Eltern, wenn Sie sich Ihrem Kind voll von vorn zuwenden. Es empfindet Wohlbehagen, wenn Sie Ihr Baby auf den Arm nehmen und es sanft schaukeln.

Wann darf ich mein Baby mit nach Hause nehmen?

In Normalfall können Sie Ihr zu früh geborenes Baby zum errechneten Geburtstermin mit nach Hause nehmen. Letztlich muss aber der Arzt entscheiden, wann der Zeitpunkt gekommen ist, das Baby aus der Klinik zu entlassen. Wichtig ist, dass Ihr Kind alle gesundheitlichen Kriterien erfüllt, um aus der Obhut der Klinik mit allen medizinischen Voraussetzungen in die elterliche Pflege überführt werden kann.

Womit und wie soll ich mein Frühchen ernähren?

Muttermilch ist für jedes Kind die beste Nahrung. Wenn Ihr Baby schon in der Klinik die abgepumpte Muttermilch gefüttert bekam, sollten Sie dieses nach Möglichkeit auch zu Hause fortsetzen. Sprechen Sie mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt, ob und wie Sie Ihr Baby stillen können oder ob eine andere Ernährungsform (Flasche, Sonde) erforderlich ist. Das Trinken an der Mutterbrust vermittelt gerade einem "Frühchen" die besonders wichtige Wärme und Geborgenheit.

Wenn Ihr Kind nicht mit Muttermilch ernährt werden kann, stehen Ihnen von Humana spezielle trinkfertige Frühgeborenen-Nahrungen zur Verfügung. Sie erhalten diese Produkte in Ihrer Apotheke und z.B. auch via Internet unter www.flaschenmilch.de.

Frühgeborene haben pro Kilogramm Körpergewicht einen höheren Energie- und Eiweißbedarf als normal geborene Kinder. Die Humana Frühgeborenennahrungen enthalten langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäuren (LC-PUFA), die für die Entwicklung des Gehirns und besonders der Sinnesorgane notwendig sind. Da Frühchen noch keine Stärke vertragen, enthalten die speziellen Nahrungen eine Kombination aus Milchzucker (Lactose) und Stärkebruchstücken (Maltodextrin). Auch bei den Vitaminen und Mineralstoffen wurden entsprechende Anpassungen vorgenommen.

Die Ernährung trägt entscheidend zur bestmöglichen Entwicklung Ihres Babys bei. Der Energiebedarf eines Frühgeborenen ist vom Reifegrad abhängig. Ein Frühchen benötigt etwa 120 kcal/kg Körpergewicht, während ein termingeborenes Kind durchschnittlich nur einen Bedarf von 100 kcal/kg Körpergewicht aufweist.

Warum hat mein Frühchen einen höheren Wasserbedarf?

Aufgrund der noch relativ unreifen Nieren haben Frühchen u. a. einen höheren Flüssigkeitsbedarf. Für die Ausscheidung harnpflichtiger Substanzen wird mehr Wasser benötigt als bei einem "reif" geborenen Säugling.

Ein weiterer Grund kommt hinzu: Die Körperoberfläche ist, auf das Gewicht bezogen, viel größer als bei älteren Kindern. Dieses hat zur Folge, dass die Wasserverluste über die Haut relativ hoch sind. Bieten Sie Ihrem Kind deshalb häufiger kleinere Trinkmengen an, z. B. das keimfreie, mineralstoffarme Humana Baby-Wasser.

Wann kann auf eine "normale" Säuglingsmilch umgestellt werden?

Viele Kliniken stellen das Frühchen - wenn es nicht gestillt wird oder werden kann - kurz vor der Entlassung auf eine "normale" Anfangsnahrung um. Ist dieses bei Ihrem Kind nicht der Fall, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über den geeigneten Zeitpunkt. Im Anschluss an eine Humana Frühgeborenennahrung wird im Allgemeinen Humana Anfangsmilch PRE gefüttert. Diese Nahrung ist in der Zusammensetzung der Muttermilch weitgehend angeglichen.

Liegt bei Ihrem Baby ein erhöhtes Allergierisiko vor, sollten Sie, nach Rücksprache mit Ihrem Arzt, die hypoallergene Säuglingsnahrung Humana PRE HA einsetzen. Bei einer Kuhmilchallergie steht Humana SL zur Verfügung.

Wir raten Ihnen, einen Nahrungswechsel - z. B. zu Humana Anfangsmilch 1 oder später zu den Folgemilchen der Stufen 2 und 3 - grundsätzlich mit Ihrem Kinderarzt zu besprechen. Nähere Informationen zu den einzelnen Humana-Erzeugnissen finden Sie in der Rubrik Produkte.

Wird sich mein Kind später normal entwickeln?

Mit absoluter Sicherheit kann Ihnen diese Frage niemand konkret beantworten. Wie Kinder, die nicht zu früh auf die Welt kamen, haben auch Frühgeborene ganz unterschiedliche Probleme und auch unterschiedliche Möglichkeiten, diese zu bewältigen.

 

Ein gewisser Nachholbedarf in der Entwicklung kann sich bis ins Kindergarten- und sogar bis ins Schulalter zeigen. Im Laufe mehrerer Jahre können sich Schwierigkeiten, die sich anfangs als Probleme darstellten, aber durchaus positiv entwickeln. Bleiben Sie im ständigen Kontakt mit Ihrem Kinderarzt.