
Natürlich sind die Inhaltsstoffe der Nahrungsmittel ausschlaggebend für Babys Entwicklung. Um Ihnen einen Überblick zu verschaffen, haben wir einige Fragen und Antworten zu Inhalts- und Nährstoffen unserer und anderer Produkte zusammengestellt. Darüber hinaus sollten Sie bei Unsicherheiten stets Ihren Arzt oder Ihre hebamme fragen, wenn es darum geht, genau die richtige Ernährung für Ihr Kind zu finden.
Gluten ist ein Getreideeiweiß, das als eine art "klebende Substanz" die Backfähigkeit des Mehls bewirkt ("Klebereiweiß"). Gluten ist in Roggen, Gerste, Hafer, Weizen, Dinkel und Grünkern enthalten.
Säuglinge sollen in den ersten Monaten glutenfrei ernährt werden, da Gluten bei entsprechender Veranlagung die Krankheit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit verursachen kann.
Bachten Sie daher beim Kauf von Babynahrung den Vermerk "glutenfrei". Glutenfreie Breie, wie der Humana Bananen-Milchbrei oder auch der milchfreie Humana Apfelbrei können Sie ihrem Kind bedenkenlos nach dem 4. Monat geben. Eine weitere Auswahl an glutenfreien Produkten finden Sie unter Produkte.
Der Humana Elternservice berät Sie gerne in Bezug auf die passenden Produkte für eine glutenfreie Ernährung Ihres Kindes. Weitere Informationen finden Sie auch bei der Deutschen Zöliakie Gesellschaft.
Lesen Sie auch die Häufigen Fragen bei Beschwerden, Problem(ch)en und Unverträglichkeiten, um mehr über Zöliakie zu erfahren.
Wenn die Muttermilch nicht mehr ausreicht oder wenn aus gesundheitlichen Gründen nicht gestillt werden kann, bietet Humana Plus Anfangsnahrungen mit LC-PUFA.
LC-PUFA (= long chain polyunsaturated fatty acids) sind langkettig mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie sie auch in der Muttermilch vorkommen. LC-PUFA nehmen einen positiven Einfluss auf die Entwicklung von Gehirn, Nervensystem und Sehvermögen. Die bedeutendsten, auch in der Muttermilch vorkommenden, LC-PUFA sind die Arachidonsäure (AA) und Docosahexaensäure (DHA).
In der Schwangerschaft wird LC-PUFA aktiv von der Mutter über die Plazenta zum ungeborenen Kind transportiert. Der Körper eines neugeborenen Säuglings ist in den ersten Lebensmonaten noch nicht in der Lage, die LC-PUFA ausreichend zu bilden. Daher ist er darauf angewiesen, die langkettig mehrfach ungesättigten Fettsäuren über Muttermilch oder Milchnahrung zu bekommen.
Nach dem Abstillen bzw. nach dem Absetzen der Säuglingsmilchnahrung mit LC-PUFA kann durch die Beikost zur weiteren Versorgung mit langkettigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren beigetragen werden, indem z. B. Rapsöl verwendet wird.
Als prebiotische Ballaststoffe bezeichnet man Kohlenhydrate, die im Magen-Darm-Trakt des Menschen nicht verdaut werden. Prebiotische Ballaststoffe kommen auch in Muttermilch vor. Sie können das Wachstum und die Aktivität günstiger Dickdarmbakterien, wie z. B. der Bifidusbakterien, positiv beeinflussen.
Neben dem Milchzucker (Lactose) nimmt der Säugling mit der Muttermilch auch prebiotische Ballaststoffe (Oligosaccharide) auf. Zu diesen Oligosacchariden zählen
u. a. die Galactooligosaccharide. Auch die von Humana verwendeten prebiotischen Ballaststoffe gehören zur Gruppe der Galactooligosaccharide. Sie werden aus Milchzucker hergestellt. Ausschließlich diese Galactooligosaccharide werden z.B. in unseren Produkten Humana Plus Folgemilch 2, Humana Plus Folgemilch 3 und Humana Plus Heilnahrung mit Prebiotik eingesetzt. Damit hat sich Humana erneut am Vorbild der Muttermilch orientiert.
Saccharin ist ein künstlicher Süßstoff, der in den Humana Säuglingsnahrungen nicht eingesetzt wird.
Bei Saccharose handelt es sich um den gewöhnlichen Kristallzucker (=Haushaltszucker). Er gehört zu den Kohlenhydraten und wird aus Zuckerrüben und Zuckerrohr gewonnen. Saccharose besteht aus den Einzelbausteinen Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker). Saccharose wird im Verdauungstrakt zu diesen Einzelbausteinen gespalten und dann von den Darmzellen aufgenommen.
Oftmals wird dem Rohrzucker mehr "Nährwert" zugesprochen als Kristallzucker, da er mehr Mineralstoffe und Spurenelemente enthält. Ernährungsphysiologisch gesehen ist aber der Beitrag von Rohrzucker zur täglichen Mineralstoffversorgung so gering, dass er vernachlässigt werden kann. Beide Zuckersorten, egal ob Rohr- oder Kristallzucker, dienen vielmehr als Energielieferanten und Geschmacksträger.
Trotz sorgfältigster Herstellung kann bei handelsüblichem Honig eine Verunreinigung mit dem sporenbildenden Mikroorganismus Clostridium botulinum auftreten. Dieser sehr hitzeresistente Keim bildet jedoch ein lebensgefährliches Toxin (= Giftstoff), das z.B. nach der Aufnahme über Lebensmittel zur Muskel- und Atemlähmung und zum Tode führen kann. Deshalb hat z.B. das Robert-Koch-Institut in Berlin 1998 davor gewarnt, Honig bereits an Säuglinge zu füttern. Humana hat aus diesem Grunde keine honighaltigen Nahrungen im Programm.
Nach dem 1. Lebensjahr dagegen gilt Honig als unbedenklich, da sich in diesem Alter vermutlich eine stabile Darmflora gebildet hat, die ein Auskeimen des Mikroorganismus und dadurch auch die Toxinbildung verhindert.
Saccharose (= Kristall- oder Haushaltszucker) dient als Energielieferant und Geschmackskomponente. Aus der Saccharose entstehen während der Verdauung die Einzelbausteine Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker), die von den Darmzellen aufgenommen werden. Glucose wiederum ist ein unentbehrlicher Brennstoff für das Gehirn, auch Fructose kann im Körper zu Glucose umgewandelt werden. Glucose ist zudem der Baustein, aus dem sich die Stärke zusammensetzt, die sich z.B. in Mehl und Brot befindet. Auch Stärke wird während der Verdauung vollständig in Glucose gespalten, denn nur die Glucose kann vom Körper aufgenommen werden (die Stärkemoleküle sind zu groß, um von den Darmzellen aufgenommen zu werden). Glucose ist ein wichtiger Nährstoff, deshalb wird der Blutglucosepiegel (= Blutzucker) im menschlichen Körper auch sehr genau reguliert.
Allerdings ist es richtig, dass Zucker z.B. beim Dauernuckeln eine kariesfördernde Wirkung hat – das Problem liegt in diesem Falle aber eher in der "missbräuchlichen" Anwendung der Flasche als "Beruhigungsmittel". Entscheidend für die Entstehung von Karies ist vielmehr die individuelle Mundhygiene, die Versorgung mit Fluoriden und natürlich auch die Dauer des Kontaktes mit den Zähnen (Dauernuckeln unbedingt vermeiden!).
Grundsätzlich ist Eisen aus pflanzlichen Quellen schlechter vom Körper verwertbar als Eisen aus tierischen Lebensmitteln. Verantwortlich sind dafür z.B. Phytinsäure oder Oxalsäure, die in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen und das z. T. Eisen unverfügbar machen – das bedeutet, dass das Eisen nicht mehr vom Körper aufgenommen werden kann. Wesentlich besser verfügbar ist dagegen Eisen, das in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Die Empfehlungen für die Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern im Beikostalter raten zu einer gemischten Kost, die sowohl Fleisch als auch Gemüse und Obst enthält. Es ist daher ratsam, einen Gemüse-Kartoffelbrei mehrmals pro Woche mit etwas püriertem Fleisch anzubieten.
Wenn Fisch in der Beikost eingesetzt werden soll, muss genauestens darauf geachtet werden, dass der Fisch völlig grätenfrei ist. Um eine frühzeitige Sensibilisierung gegen Fischeiweiß zu vermeiden, sollte bei allergiegefährdeten Säuglingen im ersten Lebensjahr vollständig auf Fisch verzichtet werden. Auch bietet Fisch gegenüber Fleisch keine nennenswerten Vorteile in der Säuglingsernährung. Der Beitrag einer Gemüse-Kartoffel-Fischmahlzeit trägt nur zu rund 10 % zur Jodversorgung des Säuglings bei. Häufigere Fischmahlzeiten sind ernährungsphysiologisch wenig empfehlenswert, da in diesem Fall die wichtige Eisenzufuhr aus Fleisch vermindert würde. Alle Humana Säuglingsanfangsnahrungen, Folgenahrungen und Breie enthalten Jodzusätze.