Lamm

So entwickelt sich Ihr Baby

 

In den ersten Tagen nach der Geburt nehmen Babys erst einmal ab, ungefähr ab der Mitte des ersten Monats sollte das Gewicht wieder regelmäßig ansteigen. Die durchschnittliche monatliche Gewichtszunahme liegt im 5. und 6. Monat bei rund 500 bis 600 g. Nach sechs Monaten hat das Kleine sein Gewicht dann ungefähr verdoppelt, zum ersten Geburtstag fast verdreifacht.


Das Wachstum in den einzelnen Entwicklungsphasen

Bei der Größe geht es nicht ganz so rasant. Gegen Ende des ersten Lebensjahres ist ein Kind etwa anderthalbmal so groß wie bei der Geburt. Das Wachstum und die Gewichtszunahme erfolgen nicht immer konstant und regelmäßig, was Sie nicht beunruhigen sollte. Dementsprechend dürfen auch der Appetit und die Verzehrsmengen Ihres Lieblings variieren.

Jede Entwicklungsphase ist stark mit dem individuellen Wachstum des Gehirns verbunden. Bis zum 14. Lebensmonat gibt es bis zu acht Entwicklungsphasen. Bei jeder Phase entwickelt das Baby eine neue Fähigkeit, die dann auch das Verhalten des Kindes beeinflusst. Für Ihr Kleines ist das auch alles neu, es sieht die Welt plötzlich mit ganz anderen Augen.

Bitte beachten Sie: Jedes Kind hat sein individuelles Entwicklungstempo und die angegeben Zeitpunkte können von Kind zu Kind variieren. Es ist völlig normal, dass einige Kinder manche Dinge früher oder später können als andere. Freuen Sie sich über die Entwicklung Ihres Kindes - und wenden Sie sich in Zweifelsfällen an Ihren Kinderarzt.

1. Phase

Die ersten sechs Lebenswochen werden auch die Neugeborenenphase genannt. In dieser Zeit sind die Wach-, Schlaf- und Trinkzeiten Ihres Babys jeden Tag anders. Einen festen Rhythmus gibt es noch nicht. Ungefähr ab der fünften Lebenswoche zeigt Ihr Kleines zunehmendes Interesse an seiner Umwelt. Es schaut sich öfter um, horcht auf Geräusche oder reagiert stärker auf Berührungen. Auch die Zeiten, in denen das Kleine wach und aktiv ist, werden länger. Tragen Sie Ihr Baby oft bei sich, geben Sie ihm Nähe und Geborgenheit.

2. Phase

Mit ungefähr acht Wochen findet meist die erste merkliche Wachstumsphase statt. Ihr Baby ist mit der angebotenen Trinkmenge nicht mehr zufrieden und verkürzt die Abstände zwischen den Mahlzeiten. Zudem prasselt jetzt die gesamte neue Umgebung auf die Sinne Ihres Kindes ein. Nahezu alle Sinne machen einen intensiven Fortschritt durch. Dem Kleinen wird das zunächst zuviel und es will wahrscheinlich zurück in Mamas Arm. Diese Fremdel-Phase dauert oft nur wenige Tage bis zwei Wochen. Gleichzeitig wird das Baby auch selbst aktiver und kann beispielsweise das Köpfchen schon zeitweise alleine halten.

3. Phase

Ab der 12./13. Woche wird Ihr Baby zunehmend aufmerksamer und aktiver: Es dreht den Kopf und verfolgt Bewegungen mit den Augen. Im Bauchliegen ist es bereits geübt und das Köpfchen kann schon länger in die Höhe gestreckt werden. Es entdeckt langsam auch Geräusche. Ihr Baby wird begeistert krähen und kreischen und erste sprachenähnliche Laute von sich geben. Nun beginnt auch die erste Phase des sozialen Lächelns: Alle Menschen, die Ihr Kleines freundlich anschauen, werden mit einem bezaubernden Lächeln belohnt.

4. Phase

Vor der 19. Woche wird Ihr Kind besonders unruhig und quengelig sein. Auch bewegt es sich weniger und will beständig mehr Zuneigung. Von diesem Alter an dauern die schwierigen Phasen länger als vorher, es können zwischen fünf und sechs Wochen werden. Allmählich wird Ihr Sprössling versuchen, sich mehr zu bewegen, aber noch scheitert das Aufsetzen. Auf dem Bauch liegend schafft es Ihr kleiner Schatz Spielzeug zu greifen und es sich in den Mund zu stecken.

Es sollte nun auch in der Lage sein, sich selbstständig auf den Rücken und wieder zurück zu drehen. Die Ausdrucksweise wird erkennbarer: immer mehr Laute kommen hinzu, Ihr Kind weiß, was es will und was nicht - und reagiert entsprechend.

5. Phase

Ihr Kind wird mit einem halben Jahr immer aufmerksamer und neugieriger, es verfolgt Mama und Papa, wenn sie durch die Wohnung laufen, zeigt sichtlich Freude und Ärger. Auch das Interesse an Mamas Essen wird immer größer.

6. Phase

Ab dem achten Monat will Ihr Kleines nun endlich die Wohnung erobern, in der es soviel zu entdecken gibt. Wahrscheinlich wippelt es schon ein wenig auf den Knien und versucht zu krabbeln. Durch die gesteigerte Aktivität benötigt Ihr Baby nun zunehmend mehr Kalorien. Die regelmäßigen Breimahlzeiten werden immer notwendiger.

Mit dem achten Monat wird meist auch der Höhepunkt des Fremdelns erreicht. Selbst gut bekannte Personen werden bei ihren Kontaktversuchen kläglich scheitern. Hervorgerufen werden diese Phasen durch eine neue Qualität bewusster Wahrnehmung. In der Regel gibt es dann auch nur noch wenige Lieblingspersonen.

7. Phase

Neugierig die Wohnung erkundend, ist fast nichts mehr sicher vor Ihrem kleinen Racker. Ab dem 10. Monat verlangt Ihr Baby zunehmend nach dem was Papa und Mama essen. Erlauben Sie Ihrem Kind selbst zu essen, auch wenn nicht alles im Mund landet. Meiden Sie noch kleine, harte und deshalb leicht verschluckbare Lebensmittel. Außerdem sollten die Speisen nicht stark gesalzen und gewürzt sein.

8. Phase

Mit dem ersten Geburtstag ist es langsam Zeit, Laufen zu lernen. Das Essen kann in dieser Zeit zu den uninteressantesten Dingen der Welt gehören, gibt es doch so viel Spannenderes zu erkunden. Vertrauen Sie darauf: Ihr Liebling wird schon nicht verhungern, jedoch sollten sie ihm liebevoll, aber schon konsequent seine Grenzen aufzeigen. Kleine Ablenkungen zur Gestaltung eines fröhlicheren Mahlzeitenablaufs sind erlaubt. Fernsehen ist jedoch TABU!

Stimmungsschwankungen sind auch typisch für diese Phase: So wechselt die Stimmung urplötzlich von weinerlich zu fröhlich und umgekehrt. Es fremdelt häufiger und protestiert, wenn der Körperkontakt zu Ihnen abgebrochen wird. Es schläft und isst schlechter. Manchmal sitzt es still da und träumt.

Es will nicht gewickelt werden, lutscht häufig am Daumen und braucht sein Kuscheltier. Es benimmt sich babyartiger. Doch keine Angst, mit diesen Phasen gibt es immer einen Fortschritt, auf den Sie und ganz besonders Ihr Nachwuchs stolz sein können!