Lamm

Mehr als nur Streicheleinheiten

 

 

Der wohltuende Effekt der Babymassage ist leicht nachzuvollziehen, gibt es doch für viele Erwachsene nichts Entspannenderes als eine Massage. Auch bei Babys ist das nicht anders.


Werden sie massiert, entspannt sich der kleine Körper und die Babys fühlen sich rundherum wohl. Da Säuglinge die meisten Reize über die Haut aufnehmen, ist eine Babymassage eine umfassende Erfahrung für Ihren kleinen Liebling.Neben dem Gefühl der Geborgenheit und der Nähe zu der Bezugsperson, kann eine Babymassage noch mehr Positives bringen: Wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass eine regelmäßige Massage eine ganze Reihe körperlicher und psychischer Wirkungen auf das Baby hat.

  • Die Herz-Kreislauf-Funktion sowie die Durchblutung der Haut und Muskeln werden angeregt.
  • Bei Blähungen und Koliken hilft eine Massage Verkrampfungen zu lösen
  • Das Baby lernt, zur Ruhe zu kommen und besser einzuschlafen.
  • Die emotionale Bindung zum Säugling wird gestärkt.
  • Eine Massage fördert das Körperbewusstsein des Kindes.

Einfache Technik - schnell erlernt

Die Babymassage ist etwa ab der dritten Lebenswoche nach Abheilen des Nabels möglich. Sie unterscheidet sich grundsätzlich von der medizinischen Massage, da alle Bewegungen sanft ausgeführt werden. Manche Kinder brauchen etwas Zeit, um sich an diese Form der Berührung zu gewöhnen. Ölen Sie vor dem Massieren Ihre Hände ein. Benutzen Sie 100 Prozent reines Pflanzenöl, wie z. B. Mandel-, Ringelblumen- oder Kokosnussöl. Auf jeden Fall sollte es ungeröstet und kaltgepresst sein. In der Regel fängt die Massage im Kopfbereich an, fließt über den Rumpf und endet bei den Zehen. Grundsätzlich sollten Sie dabei auf Symmetrie achten. Wird das linke Bein fünfmal massiert, dann massieren Sie auch das rechte fünfmal.

Von Kopf bis Fuß

Kopf: Die Massage beginnt mit dem Ausstreichen des Gesichtes. Langsam und gleichmäßig gleiten beide Händen von der Nase über die Wangen. Dann wird mit beiden Händen von der Stirn über die Schläfen gestrichen.

Rückenlage: Abwechselnd wird mit einer Hand von der Schulter über die Brust und den Bauch bis zum gegenüberliegenden Bein gestrichen (linke Schulter, rechtes Bein und umgekehrt). So streicht man abwechselnd mit beiden Händen kreuzweise über den ganzen Körper. Die Brust von innen nach außen, den Bauch immer nur im Uhrzeigersinn - von rechts nach links - massieren.

Bauchlage: In Bauchlage massieren Sie zunächst von den Schultern quer (von links nach rechts und umgekehrt) über den ganzen Rücken bis zum Po. Danach beginnen Sie im Nacken und streichen mit den Händen senkrecht (von oben nach unten) über den gesamten Rücken, den Po und die Beine bis zu den Füßen. Die Wirbelsäule gar nicht oder nur ganz vorsichtig massieren.

Arme und Beine: Das Baby liegt auf dem Rücken. Mit einer Hand wird ein Oberschenkel oder ein Oberarm umfasst. Dann zieht man die Hand langsam bis zum Fuß oder bis zur Hand. Bevor Sie das Bein bzw. den Arm loslassen, beginnt bereits die andere Hand wieder an der gleichen Stelle.

Nützliche Tipps

  • Sorgen Sie für eine entspannte Atmosphäre und massieren Sie Ihr Kind nur, wenn Sie Lust und Zeit dazu haben.
  • Der Zeitpunkt der Massage sollte so gewählt werden, dass das Baby weder hungrig noch müde ist. Am besten beginnt eine Massage erst eine halbe Stunde nach dem Essen, etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen.
  • Die Dauer der Massage hängt davon ab, wie lange es dem Baby Spaß macht - Richtwert 20 Minuten.
  • Für die Massage sollte das Baby nackt sein. Damit es nicht friert, wird eine Raumtemperatur von ca. 25 Grad Celsius empfohlen.
  • Das Baby sollte während der Massage auf einer weichen Unterlage liegen und Blickkontakt zu Mutter oder Vater halten können.
  • Wer sein Kind massiert, sollte selbst warme Hände haben.

Spezielle Babymassagekurse werden zum Beispiel von entsprechend ausgebildeten Hebammen oder Physiotherapeuten in Kliniken oder Geburtshäusern angeboten. Eltern lernen hier schrittweise, wie sie die verschiedenen Körperteile ihres Babys sanft massieren können.