
Manche Babys kommen mit einer erblich bedingten Allergieveranlagung zur Welt, wenn Mutter, Vater oder beide bereits belastet sind. Eine Rolle spielen vor allem Asthma, Neurodermitis oder schwerer Heuschnupfen. Neurodermitis kann im ersten Lebensjahr mit Rötungen, Juckreiz und Ekzemen beginnen. Asthma ist in den ersten zwei Jahren selten. Und Heuschnupfen lässt sich bis zum 3. Lebensjahr Zeit. Eine frühe Allergiereaktion mit Durchfall und/oder Erbrechen kann bei Babys durch Kuhmilcheiweiß entstehen, wenn sie Flaschennahrung bekommen. Diese spezielle Eiweißallergie ist jedoch selten.
Aber es gibt Hinweise, dass bei einer gesicherten familiären Veranlagung Kuhmilcheiweiß zusammen mit anderen Faktoren eine Rolle bei der Entwicklung der vorher genannten Allergien spielen kann. Grobe Eiweiß-Partikel werden unter Umständen vom Körper als Fremdeiweiß erkannt, weil die Darmschleimhaut des Babys noch nicht ausgreift ist.
Deshalb wird bei Allergie-Risiko das Stillen oder die Ernährung mit hypoallergenen HA-Milchnahrungen wie Humana PRE-HA, Humana HA 1 / HA 2 / HA 3 empfohlen. Damit ist ein Allergieausbruch möglicherweise zu verhindern, zu verzögern oder abzumildern. Als Mitauslöser werden auch andere Faktoren diskutiert, z. B. ständiges passives Mitrauchen oder Umwelteinflüsse.
Besprechen Sie die erbliche Belastung oder Reaktionen Ihres Babys, die auf eine Allergie hinweisen können, mit Ihrem Kinderarzt. Bei einem Allergierisiko wird er Ihnen empfehlen, zu stillen oder nur HA-Nahrungen zu füttern.
Bei Kuhmilcheiweiß-Unverträglichkeit oder Lactose-Intoleranz brauchen Kinder eine kuhmilchfreie Spezialnahrung wie Humana SL auf der Basis von Soja-Eiweiß. Ihr Kinderarzt wird Sie in jedem Fall auf geeignete Nahrungen hinweisen.
Ist der Stoffwechsel der mit der Nahrung aufgenommenen Aminosäuren gestört, so hat dies teilweise weitreichende Auswirkungen auf die Entwicklung und den Gesundheitszustand. Störungen des Aminosäurenstoffwechsels können zu schweren Erkrankungen führen oder gar die Lebenserwartung des betroffenen Patienten verkürzen oder schon in frühem Alter zum Tod führen.
Aminosäurenstoffwechselstörungen können erblich sein, d.h. dass einer oder beide Elternteile die Erbanlage für diese Erkrankungen auf das Kind übertragen können, sodass bei dem Kind die Erkrankung sichtbar in Erscheinung tritt.
Nicht gleich an Bronchitis denken. Ihr Kind kann sich verschluckt haben oder im Hals stecken Nahrungsreste oder ein Schleimbündel. Schauen Sie zuerst nach
Nahrungsresten hinten im Mund. Geben Sie dann Tee. Hustet das Baby weiter, den Kinderarzt fragen.
Sie sind am Anfang ganz natürlich, egal ob Ihr Baby Muttermilch oder Flaschennahrung bekommt. Der Hauptgrund: Das Verdauungssystem ist noch nicht ausgereift. Außerdem schlucken Babys beim Saugen auch Luft. Deshalb ist das Bäuerchen nach der Mahlzeit wichtig. Quengelt oder schreit das Baby ohne andere Anzeichen für sein Unbehagen, kann Luft im Darm der Unruheherd sein. Manchmal lässt sich das Baby durch Ablenkung beruhigen, z. B. durch ein spannendes Spiel.
Unser Tipp: Humana Fenchel-Tee – ab 2. Lebenswoche – enthält hochwertiges Fenchelöl und Kümmelextrakt. Fenchel ist bekannt für seine wohltuende Wirkung, auch bei Blähungen und Verkrampfungen.
Der "Body Mass Index" (BMI) gilt als Standard für die Beurteilung des aktuellen Körpergewichtes. Er zeigt auf, ob Menschen normal-, über- oder untergewichtig sind. Der BMI wird aus dem Gewicht (in kg), dividiert durch die Größe zum Quadrat (m2) berechnet.
Eine 60 kg schwere Frau hat bei einer Körpergröße von 1,69 m also einen BMI 60/(1,692) = 21,0 kg/ m2.
Der Normalbereich des BMI reicht bei Europäern von 18,5 bis 25 kg/ m2. BMI-Werte gelten nicht für werdende Mütter.
Für Babys gibt es keine BMI-Werte. Ein guter und altersgerechter Ernährungsplan ist sehr wichtig.
Sie entsteht oft im Anschluss an einen Schnupfen. Verursacher sind Bakterien oder Viren. Kinder haben dann meist Fieber, tiefen Husten und eine beschleunigte Atmung.
Der Kinderarzt muss Ihr Kind behandeln.
Raus aus dem Teufelskreis! Zerbrechen Sie sich nicht den Kopf darüber, ob Sie nicht in der Lage sind, Ihr Kind großzuziehen oder das perfekte Baby nicht geschafft haben. Handeln Sie, weil der Teufelskreis System hat. Ärzte beschreiben ihn so: "Die durch unstillbares Schreien ausgelöste Erschöpfung, Erregung, Verunsicherung und ohnmächtige Wut verschütten die intuitive Kompetenz der Eltern mit der Folge, dass sich Unruhe und Schreien des Babys verstärken." Also, brechen Sie aus!
Schritt Nr. 1: Entspannen.
Vor allem als Mutter müssen Sie einen Weg finden, sich zu entspannen. Überlassen Sie Ihr Kind öfter mal für ein paar Stunden einer anderen vertrauten Person. Sie dürfen selbst Ihr zwei Monate altes Baby für ein paar Stunden in andere gute Hände geben und zum Beispiel abgepumpte Muttermilch zum Füttern hinterlassen. Nur mit Abstand finden Sie Ihr eigenes Energiepotenzial wieder, mit dem Sie Ihr Baby beruhigen und etwas verändern können.
Schritt Nr. 2: Den Alltag strukturieren.
Wenn Sie weniger genervt und durcheinander sind, können Sie den Alltag planen, z. B. was Sie wann mit dem Baby oder alleine tun. Selbst für das Stillen oder Füttern nach Bedarf kann es einen gesunden Takt geben. Beruhigende Routine bringt außerdem, wenn Sie für die täglichen Aktivitäten mit dem Baby den gleichen Ort und den gleichen Ablauf wählen. Planen Sie auch, welche Dienste der Vater übernimmt, wann Ihnen die Oma, ein Babysitter oder eine Freundin das Baby für Stunden abnimmt.
Schritt Nr. 3: Hilfe suchen.
Schaffen Sie es alleine nicht, holen Sie sich Hilfe. Die finden Sie bei Ihrem Kinderarzt, in einer Schrei-Ambulanz, einem Sozialpädiatrischen Zentrum (meist an einer Kinderklinik), einer Familienberatungsstelle, einer Spielgruppe (z. B. PEKiP), einer Krabbelgruppe oder bei einer Therapeutin für Babymassage. Die Philosophie oder Ausrichtung ist nicht das Entscheidende. Wichtig ist nur, dass Sie sich aufgehoben und verstanden fühlen.
Sonderstress: Die Nahrungsfalle.
Sind Sie im Strudel einer Fütterstörung, werden Sie weder das Geschrei des Babys noch Ihren Alltag geregelt bekommen. Das Problem: Sie stillen und füttern Ihr Baby ohne größere Pause und bei jedem kleinen Schrei. Trotzdem haben Sie das Gefühl, es bekommt nicht genug oder nimmt zu wenig zu. Vielleicht denken Sie: "Ich bin als Mutter nur gut, wenn mein Kind zunimmt". Oder: "Ich gebe meinem Kind alles, was ich habe und was ich kann." Aber das werden mehr anzufassende, sichtbare und rationale Dinge sein.
Bei gestillten Kindern ist der Stuhl breiig oder dünn, gelblich und wohlriechend. Dagegen riecht er bei Durchfall unangenehm, ist meist grünlich, und in der Windel bildet sich rundherum ein wässriger Rand. Ursache sind häufig Bakterien oder Viren. Stillkinder können weiter gestillt werden. Sonst gilt: Soviel Flüssigkeit wie möglich geben. Achten Sie auf eine ausreichende Trinkmenge. Da Durchfallerkrankungen besonders bei Säuglingen mit grossen Wasser- und Elektrolytverlusten einhergehen können, Durchfälle nie auf die leichte Schulter nehmen und rechtzeitig den Arzt hinzuziehen!
Weitere Vorgehensweise:
1. Bei akutem Durchfall einige Stunden Humana-Elektrolyt geben, um die Wasserverluste auszugleichen.
2. Nahrungsaufbau mit Humana HN Heilnahrung (bei Allergierisikokindern mit verdünnter HA-Nahrung, bei Kuhmilchunverträglichkeit mit verdünnter Humana SL) entsprechend der Packungsaufschrift bis zur Normalisierung des Stuhles.
3. Übergang auf die vorher gefütterte Nahrung.
Bei hypoallergener und kuhmilchfreier Ernährung sollte Heilnahrung nicht gefüttert werden. Der Kinderarzt wird Sie beraten, öfter die Windel wechseln und den Po mit einer wirksamen Creme vor Hautreizungen schützen.
Niesen allein ist meist ein natürlicher Reflex bei Babys. Bei einer echten Erkältung sind Viren oder Bakterien im Spiel, und die Nase des Babys läuft oder ist verstopft. Sorgen Sie durch gutes Lüften für mehr Luftfeuchtigkeit. Der Kinderarzt wird eine physiologische Kochsalzlösung oder abschwellende Nasentropfen verschreiben, je nach Befund.
Bei einer Bakterieninfektion kann sich eine Mittelohrentzündung oder Bronchitis anschließen. Bei entsprechenden Anzeichen wieder zum Kinderarzt gehen.
Fieber weist in der Regel auf eine Erkrankung hin. Aber manchmal haben Babys auch Durstfieber bei Flüssigkeitsmangel. Fieber beginnt bei 38°C. Dabei fühlt sich Ihr Baby heiß an (auf dem Bauch prüfen) und macht einen kranken Eindruck. Messen Sie Fieber immer im Po. Die erste Hilfe ist immer Tee, am besten alle halbe Stunde. Steigt das Fieber auf 39°C und mehr an, können Sie ein Fieberzäpfchen geben (etwa ab 3. Monat) oder 10 bis 20 Minuten lang Wadenwickel machen, je nach Alter des Babys. Wie? Feuchte, wirklich kalte Tücher alle drei Minuten wechseln. Hat das Baby bereits kalte Beine, nur Brustwickel machen. Keine Plastiksachen um die Wickel wickeln. Sonst gibt es einen Wärmestau. Hält das Fieber an, rufen Sie den Kinderarzt an.
Die hohe hygienische Sicherheit von Humana Säuglingsnahrungen bleibt nur dann erhalten, wenn die Fläschchen entsprechend der Packungsaufschrift und unmittelbar vor dem Füttern zubereitet werden. Bloßes Erwärmen von Wasser auf 70 °C oder weniger reicht nicht aus, sondern stellt ein mikrobiologisches Risiko dar - Babys sind noch nicht an Keime gewöhnt! Verwenden Sie deshalb bitte nur frisches und für einige Minuten abgekochtes Wasser, das Sie auf etwa 70 °C abkühlen (lassen). Für die sichere und bequeme Zubereitung der Humana Nahrungen bietet sich das Humana Baby-Wasser an. Es ist besonders schadstoff-, mineralstoff-, natrium- und nitratarm. Es wird speziell aufbereitet und keimfrei abgefüllt. Bei der Verwendung von Humana Baby-Wasser ist damit kein Abkochen mehr erforderlich. Die Packung besitzt außerdem einen praktischen Wiederverschluss.
Informationen und Tipps zu Keuchhusten finden Sie in unserem Ratgeberbereich.
Bei hohem Fieber sind Fieberkrämpfe nicht ungewöhnlich. Dabei zuckt das Baby mit Händen und Füßen, verdreht die Augen und ist sehr blass. Lagern Sie es sofort seitlich. Die Atemwege müssen frei bleiben. Rufen Sie dann gleich einen Arzt oder bringen Sie Ihr Kind zu ihm bzw. in die Ambulanz einer Kinderklinik. Vor dem Aufbruch können Sie Ihrem Baby ein Fieberzäpfchen geben. Manchmal kommen Krämpfe auch ohne Fieber vor. Die Ursache muss in jedem Fall geklärt werden.
Kinder, die an einer Kuhmilchunverträglichkeit leiden, vertragen kein Kuhmilcheiweiß bzw. keinen Milchzucker (Lactose). Falls der Verdacht auf eine Kuhmilchunverträglichkeit bestätigt wird, empfehlen wir Ihnen Humana SL (als Flaschennahrung vom ersten Fläschchen an) zur weiteren Ernährung Ihres Kindes. Die Humana SL-Nahrungen sind milcheiweiß- und milchzuckerfrei (daher der Name: sine lacte = ohne Milch). Sie enthalten als Eiweißquelle ein – speziell für Säuglingsnahrungen – hochgereinigtes Sojaprotein-Isolat.
Informationen und Tipps zu Masern finden Sie in unserem Ratgeberbereich.
Bei Milchschorf bilden sich kleine Schuppen im Gesicht und am Hals. Sie können zuerst Babyöl auftragen. Bleiben die Hautirritationen, ist der Kinderarzt gefragt. Gneis ist eine dickere Schuppenverkrustung auf dem Kopf, die sich meist durch Babyöl auflösen lässt. Anschließend mit feinem Kamm behutsam ablösen.
Informationen und Tipps zu Mumps finden Sie in unserem Ratgeberbereich.
Vorhaut und Eichel eines Jungen sind nach der Geburt natürlicherweise verklebt. Versuchen Sie nicht, die Vorhaut zurückzuschieben. Die Verklebung löst sich meist von allein im ersten Lebensjahr. Der Kinderarzt muss helfen, wenn der Urin nur tröpfelt, sich die Vorhaut aufbläht oder die Eichel entzündet.
Krupp-Husten entsteht durch eine Virus-Infektion, die sich rasch entwickelt. Dabei schwillt die Schleimhaut im Kehlkopf und verengt die Atemwege. Ein Krupp-Anfall kommt meist abends oder in der Nacht. Kinder husten dann bellend und atmen keuchend, mit ziehendem Ton beim Einatmen.
Gehen Sie mit Ihrem Kind sofort ans offene Fenster oder nach draußen. Am besten ist, es umgehend zum Arzt oder in eine Klinik-Ambulanz zu bringen, wo es schnelle Hilfe bekommt und inhalieren kann. Nehmen Sie Krupp nicht auf die leichte Schulter. Der Kinderarzt wird mit Ihnen besprechen, was weiter zu tun ist.
Informationen und Tipps zu Scharlach finden Sie in unserem Ratgeberbereich.
Zur Infektions-Vorbeugung runtergefallene Schnuller dem Baby nicht einfach wieder in den Mund stecken. Aber auch nicht selbst ablecken. Sogar Karies überträgt sich. Besser: Schnullerketten mit Clip verwenden. Oder ausgekochte Ersatzschnuller parat haben.
Informationen und Tipps zu Schnupfen finden Sie in unserem Ratgeberbereich.
Ein weißer Belag auf der Zunge oder im Mundinneren weist auf eine Pilzinfektion hin, die das Saugen erschwert. Oft ist gleichzeitig der Windelbereich betroffen. Anzeichen sind starkes Wundsein mit nässenden Pusteln. Eine Behandlung durch den Kinderarzt muss sein. Zu Hause ist besondere Hygiene wichtig. Zum Beispiel: Schnuller und Sauger besonders sorgfältig auskochen. Waschlappen ebenfalls. Die Windeln häufig wechseln. Einmal-Höschenwindeln verwenden. Im warmen Zimmer Babys Po öfter eine Weile nackt lassen.
Viele Babys stoßen nach der Mahlzeit etwas Milch oder Brei mit auf. Eltern sagen, sie spucken. Das ist harmlos, wenn das Baby gut gedeiht und zunimmt. Ursache ist die meist noch unreife Schluck- und Verdauungskoordination. Bei Flaschennahrung hilft oft eine Umstellung auf Humana AR.
Bei Erbrechen kommt die Nahrung unerwartet in einem Schwall wieder hoch. Beim ersten Mal können Sie abwarten und dem Baby Tee geben. Erbricht es mehrmals oder hat es gleichzeitig Fieber, sollten Sie den Kinderarzt aufsuchen.
Beim Stillen haben Babys manchmal nur alle drei oder vier Tage Stuhlgang, weil Muttermilch fast vollständig vom Körper aufgenommen wird. Bei Flaschennahrung ist Stuhl ein bis dreimal täglich die Regel. Wird er hart und knollig, beginnt meist eine Verstopfung. Geben Sie Ihrem Baby keine Abführmittel, sondern Tee oder Humana Milchzucker. Hält die Verstopfung an, ist der Bauch gebläht und macht Ihr Kind einen kranken Eindruck, ist immer der Kinderarzt gefragt. Auch bei Blut im Stuhl. Bei Fieber kann der Stuhl aus Flüssigkeitsmangel hart werden. Dann brauchen Babys besonders viel Flüssigkeit in Form von Wasser oder Tee.
Der Richtwert für die tägliche Wasserzufuhr im Alter von 0 bis 4 Monaten liegt bei durchschnittlich 620 ml. Im Alter von 4-12 Monaten soll die insgesamt täglich aufgenommene Flüssigkeitsmenge bis zu etwa 900 ml betragen (davon ca. 400 ml über Getränke, der Rest stammt aus der übrigen Nahrung). Falls die derzeit getrunkene Menge darunter liegt, bieten Sie Ihrem Kind zusätzlich Wasser oder ungesüßte Tees zum Trinken an. Mehrere nasse Windeln am Tag zeigen an, dass die Trinkmenge ausreichend ist.
Vorsorgeuntersuchungen sind ein wichtiger und weitreichender Schutz Ihres Kindes vor Erkrankungen und Fehlentwicklungen. Da sich Ihr Baby besonders im ersten Lebensjahr körperlich wie geistig rasant entwickelt, sind in diesem Zeitraum sechs Vorsorgeuntersuchungen vorgesehen. Aber auch darüber hinaus gibt es für Kinder bis sechs Jahre einmal jährlich eine Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt. Krankheiten oder Entwicklungsstörungen können dadurch frühzeitig erkannt und behandelt werden. Die Kosten der Vorsorgeuntersuchungen werden bei Einhaltung der Terminfristen von den Krankenkassen übernommen.
Bei Entlassung des Neugeborenen aus der Klinik bekommt die Mutter ein gelbes Kinder-Untersuchungsheft ausgehändigt, in das alle Untersuchungsergebnisse eingetragen werden. Das Heft muss sorgfältig aufbewahrt und bei jeder Vorsorgeuntersuchung dem Arzt vorgelegt werden. Bei jeder Untersuchung wird das Baby gewogen, Körperlänge und Kopfumfang werden gemessen, innere Organe abgehört oder abgetastet. Der Arzt begutachtet die Haut des Babys und überprüft seine Reflexe sowie die motorische Entwicklung. Im Rahmen der sechs Untersuchungen innerhalb des ersten Lebensjahres werden Babys auch nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) geimpft und erhalten eine Grundimmunisierung gegen die häufigsten Kinderkrankheiten.
Bei der ersten Vorsorgeuntersuchung in der Klinik wird überprüft, wie gut das Baby die Geburt überstanden hat. Der Arzt oder die Hebamme kontrolliert kurz nach der Entbindung Hautfarbe, Atmung, Herztätigkeit, Muskelspannung und Reflexe des Kindes.
Die zweite Untersuchung des Neugeborenen ist eine große Basisuntersuchung. Der Kinderarzt prüft alle Organsysteme, das Skelett und die Reflexe des Babys. Außerdem untersucht er, ob sich eine Neugeborenengelbsucht entwickelt hat. Um mögliche Stoffwechselkrankheiten zu erkennen, wird auch ein wenig Blut entnommen. Außerdem sind eine Stillberatung und eine ausführliche Anamnese zur Klärung erblicher Krankheiten vorgesehen. Wird die U2 nicht in der Klinik gemacht, können Sie diese auch bei einem Kinderarzt durchführen lassen.
Die U3 wird meist erstmals in der Praxis eines Kinderarztes durchgeführt. Besonderes Augenmerk liegt bei dieser Vorsorgeuntersuchung auf der Hüfte des Babys. Neben der Bewegungsfähigkeit und der Motorik werden auch die Augenreaktion und das Hörvermögen geprüft. Das Gewicht wird kontrolliert und der Ernährungszustand beurteilt. Der Arzt untersucht bei der U3 außerdem, ob die Fontanellen noch offen sind. Ein Baby hat nämlich noch keine vollständig geschlossenen Schädelknochen. Öffnungen, sogenannte Fontanellen, haben das Schädeldach bis zur Geburt flexibel gehalten und schließen sich erst im Laufe der ersten beiden Lebensjahre.
Kinderärzte halten die U4 (neben der U2) für die wichtigste Untersuchung. Denn viele Entwicklungsstörungen, die jetzt erkannt werden, lassen sich noch erfolgreich behandeln. Der Kinderarzt achtet besonders auf die motorische und sensorische Entwicklung des Babys, etwa wie es den Kopf hält und ob es auf Geräusche reagiert. Ab der 10. Lebenswoche kann mit Schutzimpfungen begonnen werden.
Jetzt zeigt Ihr Baby, was es alles kann: Es darf sich auf den Bauch drehen, mit den Händen abstützen, nach Dingen greifen und sie weitergeben. Und es darf verschiedene Laute und Geräusche bilden. Der Kinderarzt tastet außerdem die inneren Organe ab und untersucht die Augen des Kindes. Bei der U5 testet er auch, ob das Baby Blickkontakt hält und gezielt greifen kann. Er prüft, ob das Kind den Oberkörper mühelos aufrichtet und sich bereits einigermaßen im Gleichgewicht hält. Zusätzlich informiert der Kinderarzt die Eltern über die Umstellung auf Beikost. Wenn in der Familie gehäuft Allergien, Asthma oder Neurodermitis vorkommen, berät er auch zum Thema hypoallergene Ernährung.
Bei der letzten Vorsorgeuntersuchung im ersten Lebensjahr beobachtet der Kinderarzt die Bewegungen und das Verhalten des Kindes. Wie es krabbelt oder sitzt, wie es sich an Möbeln hochzieht, sich aufrichtet und spielt oder vielleicht schon die ersten Schritte wagt. Neben dem Check einzelner Organe wird auch das Sprachvermögen untersucht.
Kann Ihr Kind sicher laufen, sich bücken und wieder aufrichten? Kann es mit geringer Unterstützung oder einseitigem Festhalten Treppen steigen? Die Feinmotorik untersucht der Arzt durch Schlüssel-, Schloss- oder Steck-Spiele. Dann überprüft er, ob das Kind einfache Gegenstände benennen und kleine Anweisungen ausführen kann. Der Wortschatz sollte jetzt 20 bis 50 Wörter umfassen, die Sprachfähigkeit variiert noch: Manche Kinder bilden Ein-Wort-Sätze, die sie gestisch unterstützen, andere Kinder formulieren Vier- bis Sechs-Wort-Sätze.
Seit 2006 ist zwischen der U7 und der U8 ein zusätzlicher ärztlicher Check vorgesehen. Bei der U7a, die seit dem 1. Juli 2008 auch von allen Krankenkassen bezahlt wird, untersucht der Kinderarzt vor allem die sprachliche und motorische Entwicklung des Kindes. Bei Entwicklungsverzögerungen können diese mit Logopädie oder Ergotherapie behoben werden. Auch allergische Erkrankungen können so noch früher erkannt und rechtzeitig behandelt werden.
Bei dieser Vorsorgeuntersuchung steht die Kommunikation im Mittelpunkt: Wie verständlich ist die Sprache des Kindes? Kann es in ganzen Sätzen sprechen, bezeichnet es sich selbst mit "ich"? Auch das Sozialverhalten wird überprüft: Nimmt das Kind leicht Kontakt auf? Wie steht es mit der Konzentration? Zum Testen der Feinmotorik darf das Kind Kleidungsstücke auf- und zuknöpfen; ein gutes Gleichgewicht zeigt sich am sicheren Einbeinstand und am weichen Abfedern beim Sprung vom Stuhl.
Im Jahr vor der Einschulung achtet der Arzt besonders auf die Sehfähigkeit, das Gehör, die Feinabstimmung der Bewegungen und die Fortentwicklung der Sprache. Auch die Ausdauer, das Sozialverhalten sowie die psychische und emotionale Entwicklung des Kindes werden gecheckt. Sind Darm- und Blasenkontrolle in Ordnung? Kann sich das Kind allein an- und ausziehen? Auch auf Größe und Gewicht wird besonders geachtet.
Seit 2006 gibt es zusätzlich, aber bisher noch nicht als Kassenleistung, die U10 (zwischen dem 7. und 8. Lebensjahr), die U11 (zwischen dem 9. und 10. Lebensjahr) und die J2 (zwischen 16. und 18. Lebensjahr). Die Jugendgesundheitsuntersuchung (J1) zwischen dem 13. und 14. Lebensjahr wird von den Krankenkassen getragen und dient vor allem dazu, solche Krankheiten rechtzeitig zu erkennen, die die körperliche, geistige und soziale Entwicklung des Teenagers gefährden.
Auch wenn Ihr Kind sich gut entwickelt, sollten Sie keine der Vorsorgeuntersuchungen versäumen. Die Termine beim Arzt legen den Grundstein dafür, dass es Ihrem Kind weiterhin gut geht.
Der erste Zahn zeigt sich meistens im 5. bis 6. Monat. Babys sabbern mehr, wenn sie Zähnchen bekommen, haben aber vermutlich keine Schmerzen. Fieber oder andere Krankheitsanzeichen haben damit meist nichts zu tun. Geben Sie Ihrem Kind zum Schutz vor Karies keine zuckerhaltigen Getränke, keine Süßigkeiten im Babyalter und vor allem das Teefläschchen nie zum Dauernuckeln. Reinigen Sie die Zähne einmal am Tag mit einer weichen Kinderzahnbürste. Zahnhygiene sollte ab dem ersten Zahn erfolgen. Wertvolle Tipps kann Ihnen Ihr Kinderarzt oder Zahnarzt geben.