Lamm

Wellness in der Schwangerschaft

 

Wohlfühlen während der Schwangerschaft kommt Mutter und Kind zu Gute. Doch das ist gar nicht so einfach. Die körperlichen Veränderungen werden oft von typischen Schwangerschafts-
beschwerden begleitet - und die Gefühle fahren manchmal Achterbahn.


Im Folgenden geben wir Ihnen einige Tipps, mit deren Hilfe Sie Ihr Wohlbefinden in der Schwangerschaft steigern können.

Entspannen Sie einmal!

Denken Sie daran, dass Sie gerade in der Schwangerschaft Ruhe und Entspannung brauchen. Versuchen Sie einfach einmal, Körper und Seele baumeln zu lassen. Das hilft, um zum Beispiel Müdigkeit und Verkrampfungen und nicht zuletzt auch die Nerven in den Griff zu bekommen. Gut geeignet sind regelmäßige Atemübungen, die neben der entspannenden Wirkung auch die wichtige Sauerstoffversorgung für Sie und Ihr Kind fördern.

Probieren Sie es einfach einmal mit dieser Übung:

1.     Setzen Sie sich aufrecht hin und schließen mit dem Ringfinger der rechten Hand das linke Nasenloch. Atmen Sie mit dem rechten Nasenloch tief ein und zählen Sie bis 4 oder 5.

2.     Verschließen Sie anschließend mit dem Daumen das rechte Nasenloch und halten Sie den Atem einige Sekunden an. Öffnen Sie nun das linke Nasenloch und atmen die Luft so lange wie möglich aus. Die Lungen sollten möglichst komplett entleert werden.

3.     Atmen Sie jetzt durch das linke Nasenloch ein, verschließen es mit dem Ringfinger, halten die Luft einige Sekunden an und atmen mit dem rechten Nasenloch aus.

4.     Das Ein- und Ausatmen über beide Nasenlöcher sollten Sie etwa 5 Mal        wiederholen.

Ein Tipp: Die Übung hilft auch nervösen Vätern, zur Ruhe zu kommen.

Bewegung in der Schwangerschaft

Bewegung während der Schwangerschaft tut gut! Sie hilft gegen viele Schwangerschaftsbeschwerden, beugt z. B. Wassereinlagerungen vor und senkt die Gefahr, eine Thrombose zu bekommen. Ganz wichtig: Überanstrengen Sie sich nicht. Sportarten mit erhöhtem Verletzungsrisiko oder starker körperlicher Beanspruchung sollten Sie vermeiden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, welche Sportarten Sie betreiben können und was Sie dabei beachten sollten. Viele Frauen bevorzugen Schwimmen, Gymnastik und Yoga wegen der entspannenden und gleichzeitig kräftigenden Wirkung.

Schwangerschaftsgymnastik

Durch gezielte Übungen können Frauen sich nicht nur auf die Geburt vorbereiten, sondern auch schon während der Schwangerschaft Verspannungen mildern, die durch die starke Beanspruchung der Wirbelsäule, des Beckens und der Beine entstehen. Angenehmer Nebeneffekt: Atmung und Blutzirkulation verbessern sich gleichfalls.

Wichtig ist auch hier: führen Sie die Übungen regelmäßig durch. Versuchen Sie, die Übungen zu einem festen Bestandteil Ihres Tagesablaufs zu machen. Eine Viertelstunde ist meist schon ausreichend - und einmal ehrlich: diese 15 Minuten kann man immer aufbringen. Lassen Sie sich von Ihrem Partner oder einer anderen vertrauten Person unterstützen.

Wenn Sie lieber einen speziellen Kurs aufsuchen möchten, dann lernen Sie nicht nur die für Sie wichtigen und richtigen Übungen, Sie treffen auch noch Gleichgesinnte, mit denen Sie sich austauschen können.

Entlastung für Beine und Füße

Unsere Beine tragen uns durchs ganze Leben. Während der Schwangerschaft leisten sie oft Schwerstarbeit. Legen Sie deshalb die Beine so oft es geht hoch - und zwar höher als das Becken, so dass das Blut und die gestaute Flüssigkeit zurückfließen können. Bürstenmassagen und kalte Güsse fördern die Durchblutung und regen den Kreislauf an. Auch unterwegs oder im Büro können Sie unauffällig die Zehen bewegen und mit den Füßen kreisen. Schwellungen, Krämpfen, Ermüdungserscheinungen und Krampfadern kann so vorgebeugt werden.

Auf die so genannten "High Heels" sollten Sie in der Schwangerschaft verzichten, insbesondere, wenn Sie zu Krampfadern neigen. In diesem Fall sollten Sie, auch wenn es zunächst ungewohnt ist, Stützstrümpfe tragen. Diese unterstützen die Blutzirkulation und verringern den Druck in den Beinen.

Schöne Haut

Mit Beginn der Schwangerschaft bekommen viele Frauen einen strahlenden Teint. Der Körper ist dann insgesamt besser durchblutet und lagert mehr Wasser ein - so wirkt die Haut straff und rosig. Doch manche Frauen reagieren auch anders auf die hormonelle Veränderung. Manche Hautpartien werden trockener, andere fettig.

Es kann also passieren, das Sie Ihre gewohnten Kosmetika nicht mehr so gut vertragen wie vorher. Besonders, wenn Ihre Haut sensibel reagiert, sollten Sie zu Produkten greifen, die frei sind von synthetischen Farb-, Duft- und Konservierungsstoffen. Denken Sie bei allen Pflegeprodukten daran, dass alles, was Ihre Haut aufnimmt, auch das Baby erreichen kann. Verwenden Sie lieber sanfte Tönungen statt aggressiver Haarfärbemittel.

Schwangerschaftsstreifen oder juckende und spannende Haut können Sie mit Pflegeölen oder Lotion mildern. Diese sollten Sie sanft auftragen und den Vorgang durch gelegentliches vorsichtiges Hautzupfen unterstützen.

Nach der Geburt - das zeigt die Erfahrung - pendeln sich Veränderungen, die die Schwangerschaft mit sich brachte, normalerweise von alleine wieder ein.

Ernährung

Vorschläge für eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft werden u.a. von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) angeboten. Sie sollten vollwertig essen und Ihren Speiseplan so vielfältig wie möglich gestalten. Dafür müssen Sie nicht alle Gewohnheiten über Bord werfen und auch nicht für zwei essen. Unsere Ernährungstipps und weitere Informationen finden Sie hier.

Und beachten Sie, dass Sie mit der Nahrung und den Getränken immer ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen - alles in allem etwa 3 Liter täglich. Säfte, Tee oder Wasser sind als Getränke besonders geeignet.

Humana wünscht Ihnen eine schöne Schwangerschaft.