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Der Sohn des Fischers

Es war einmal ein Fischer, der mit seinem Sohn zum Fischfang an einen großen Fluss ging. Mit einem Wurf fingen sie so viele Fische, dass sie das Netz kaum ans Ufer ziehen konnten. Neben vielen kleinen Fischen, hatten sie einen Delphin gefangen.

Da sprach der Fischer zu seinem Sohn: "Ich gehe und hole einen Karren. Du bleibst hier und lässt mir den Delphin nicht aus den Augen!"

Als der Vater weggegangen war, hatte der Fischersohn Mitleid mit dem wunderschönen Meeressäuger und ließ ihn frei. Der Delphin freute sich und dankte dem gütigen Jungen. Als der Vater zurückkam und sah, was sein Sohn getan hatte, wurde er sehr wütend und schrie: "Ich will dich nicht mehr sehen!"

Traurig zog der Sohn von dannen. Als er so vor sich hin wanderte, sah er plötzlich, wie Hunde einen Fuchs vor sich herjagten. Schnell versteckte der Junge das verängstigte Tier. Als die Hunde wieder weg waren, ließ er den Fuchs aus seinem Versteck.

Dieser sprach zu ihm: "Du warst so gut zu mir! Wenn du einmal in Not bist, rufe nach mir, ich werde kommen und dir helfen." So ging der Junge seines Weges.

Nach einiger Zeit kam er zu einem Schloss, in dem ein wunderschönes Mädchen wohnte. Der Fischersohn nahm seinen ganzen Mut zusammen, um das Herz des Mädchens zu erobern. "Bitte werde meine Frau", sprach der Junge. "Dein Wunsch geht in Erfüllung, wenn du dich so verstecken kannst, dass ich dich nicht finde. Falls dir das nicht gelingt, wirst du sterben!"

Damit einverstanden, verließ er das Schloss, ging auf eine Wiese und rief den Fuchs. Kaum gerufen, kam der Fuchs auch schon angesprungen und fragte: "Was kann ich für dich tun, mein Bester?" Der Junge erzählte ihm seine Geschichte und sprach dann mit bebendem Herzen: "So muss ich mich nun an einem solchen Ort verstecken, an dem mich das Mädchen nicht finden kann. Ansonsten ist es mein Tod!"

Der Fuchs bedachte die Sache gut und sprach: "Hab keine Angst. Ich verstecke dich so, dass sie dich nie finden wird." Dann grub der Fuchs einen langen Gang bis unter das Bett, auf dem das Mädchen im Schloss saß. Dort versteckte er den Jungen. Das Mädchen schaute in ihren Spiegel und begann mit der Suche nach dem Fischersohn. Sie sah in alle vier Himmelsrichtungen, suchte den Himmel ab und schließlich das Meer, doch nirgends fand sie ihn. "Du Hexenmeister, wo bist du nur?", rief das Mädchen ungeduldig. "Komm doch, nirgends habe ich dich gefunden!"

Unter dem Bett aber ließ sich des Jungen Stimme vernehmen und gleich darauf sprang er auch selbst hervor. Er hatte gewonnen und schon bald wurde die Hochzeit gefeiert.