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Die richtige Ernährung von Schwangeren.

Für die Ernährung in der Schwangerschaft gibt es ein ganz einfaches Rezept: abwechslungsreich und vollwertig sollte sie sein. Sie müssen nicht alles auf die Goldwaage legen, in Bioläden kaufen oder einen ganz neuen Nahrungsplan entwickeln. Ernähren Sie sich gesund. Dann bekommt Ihr Kind alles, was es braucht.

Eiweiß

Das Baby braucht eine Menge Eiweiß für die Entwicklung der verschiedensten Körper- und Organgewebe. Es ist der wichtigste Aufbaustoff für unsere Zellen. Ideal ist eine Mischung von tierischem und pflanzlichem Eiweiß. Tierisch gut sind z. B. Milch, Joghurt, Quark, Käse, Eier, Fisch und mageres Fleisch. Pflanzliche Eiweißquellen sind u. a. Kartoffeln, Nüsse, Vollkorn- oder Sojaprodukte. Falls Sie Fleisch kritisch sehen: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät zu etwa 150 g Fleisch zwei- bis dreimal in der Woche. Durchgebraten oder durchgegart.

Kohlenhydrate

Diese Energielieferanten steuern zusammen mit den Schwangerschaftshormonen die mütterlichen Blutzuckerwerte. Davon ist das Baby abhängig. Ist nicht genügend Brennstoff da, spüren Mütter das zuerst: mit Schwäche. Wichtig bei der Wahl der Energiequellen ist die Qualität. Vollkorn-Produkte, Gemüse, Kartoffeln und Obst geben die Energie langsam an den Körper ab. Zuckerhaltige Speisen wecken rasch wieder Hungergefühle und verlangen nach mehr. Lieber wenig mit Lust essen, als viel aus Frust.

Fette

Die Schwangerschaftshormone erhöhen die Blutfette der Mutter. Aus gutem Grund. Das Baby braucht Fett als Wachstumsförderer. Die tägliche Portion Fett (bis zu 80 g) unterstützt die Babyversorgung und den Nutzen bestimmter Vitamine, die nur in Verbindung mit Fett vom Körper aufgenommen werden. Ideale Fette sind hochwertige Pflanzenfette (z. B. Raps-, Oliven- und Sonnenblumenöl) und Milchfette. Sie dürfen also Butter essen. Aber bei Fettbomben wie mancher Wurstsorte, Pommes, Mayo, Saucen, Kuchen etc. sollten Sie vorsichtiger sein.

Vitamine

Sie steuern alle wichtigen Körperfunktionen. Bei einer ausgewogenen Ernährung haben Sie auch in der Schwangerschaft meist keinen Mangel. Die wichtigsten Vitaminquellen sind Obst, Gemüse und Milchprodukte. Für volle Naturpower Obst und Gemüse frisch oder tiefgekühlt kaufen, viel roh essen oder in wenig Wasser dämpfen. Grünes Blattgemüse enthält u. a. die wichtige Folsäure.

Mineralstoffe und Spurenelemente

Diese Lebensstoffe brauchen Sie nur in winzigen Mengen. Bis auf wenige Ausnahmen bekommen Sie diese ausreichend mit den täglichen Mahlzeiten, wenn Sie ausgewogen essen. Diese Substanzen spielen die Hauptrolle:

  • Calcium und Phosphor: Wichtig für Mutter und Kind für den Aufbau und den Erhalt von Knochen und Zähnen. Die Quelle: Milchprodukte.
  • Kalium: Der Stoff, der den Wasserhaushalt bzw. die Wasserausscheidung aus dem Gewebe regelt. Ideale Lieferanten: Bananen, Aprikosen, auch getrocknet. Bei auffälligen Schwellungen von Armen und Beinen unbedingt mit dem Arzt sprechen.
  • Eisen: Ohne dieses magnetische Element hätte unser Blut ein ernstes Defizit: Eisen sorgt für die Bildung von Hämoglobin (Hb), dem roten Farbstoff der Blutkörperchen. Seine Aufgabe ist der Sauerstofftransport von der Lunge über die Arterien in alle Zellen des Körpers. Eisen kann aber nur mit der Nahrung zugeführt werden. Die besten Quellen sind Fleisch, Nüsse, Vollkornbrot, Grünkohl, Haferflocken und Hirse. Vitamin C fördert die Eisenaufnahme, Magnesium behindert sie. Magnesiumtabletten gegen Krämpfe deshalb besser ca. zwei Stunden nach dem Essen einnehmen.

Durst – wie viel Wasser darf es sein?

Jetzt arbeiten auch Ihre Nieren auf Hochtouren und brauchen für den gesunden Betrieb mehr Flüssigkeit. Mindestens zwei Liter pro Tag müssen es schon sein, einschließlich einem halben Liter Milch. Über Kaffee wird heute viel diskutiert. Dabei geht es aber um größere Mengen. Zwei bis drei Tassen sind ein verträglicher Rahmen. Das gilt auch für schwarzen Tee. Vorsicht Zuckerwasser: Limos, Cola und manche Fruchtsaftgetränke haben es kalorienmäßig in sich.

Fisch in der Schwangerschaft?

Die DGE empfiehlt Schwangeren 1-2 Fischmahlzeiten pro Woche im Hinblick auf die Versorgung mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren und als ergiebige Quelle für Jod und Selen. Geeignet ist durchgegarter fetter Seefisch – gebraten, gekocht oder frittiert – von ausgewählter Qualität sowie Fischkonserven oder pasteurisierte Fischprodukte. Zu den fetten Seefischen gehören Hering, Makrele, Lachs, Sprotte und Sardine. Aber auch weniger fette Fische wie Forelle, Kabeljau und sogar Shrimps enthalten nennenswerte Mengen Omega-3-Fettsäuren. In Bezug auf die mögliche Schadstoffbelastung sollten große Seefische wie Thunfisch, Rotbarsch, Steinbeißer, Bonito und Haifisch nur in geringen Mengen und nicht regelmäßig verzehrt werden. Bei Beachtung dieser Empfehlungen zum vorbeugenden Gesundheitsschutz gilt Fisch als wichtiges Lebensmittel für Schwangere. Wird der Fischkonsum ganz abgelehnt, sollten Schwangere mit ihrem Arzt über eine Supplementierung der essenziellen Fettsäuren sprechen.

Die Waage-Frage: Wie viel Pfund dürfen es mehr sein?

In den ersten drei bis vier Monaten legen viele Frauen meist durch wachsenden Appetit zu. Bis zur Geburt kommen insgesamt etwa 10 bis 12 Kilo mehr auf die Waage. Das ist Durchschnitt. Es kann zum Beispiel bei Ihnen weniger sein und ist völlig okay, wenn Sie sich ausreichend ernähren. Bei sehr viel mehr wird Ihr Arzt darauf achten, was noch ein gesundes Maß ist.

Gestose während der Schwangerschaft

Unter der EPH-Gestose versteht man ein Krankheitsbild, das mit Ödemen, Eiweißausscheidung im Urin und Bluthochdruck einhergehen kann. Rund 8-10% aller Schwangeren sind davon betroffen, akut wird diese Erkrankung meist im zweiten Drittel der Schwangerschaft. Anzeichen sind häufig Schwellungen der Finger und Füße. Ursache der Gestose sind vermutlich hormonelle Umstellungen im Salz- und Wasserhaushalt während der Schwangerschaft. Noch immer werden bei Gestose veraltete Ernährungsratschläge gegeben. Reistage und Entwässerungstabletten bringen keinen Nutzen. Auch der vielfach verordnete Verzicht auf Kochsalz setzt Gegenregulationen in Gang, die die Krankheit eher verschlimmern können. Sowohl bei gesunden Schwangeren, als auch beim Krankheitsbild der Gestose sollte daher auf eine normale Kochsalzzufuhr, eine vitaminreiche Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.

Maternale Phenylketonurie

Frauen, die an Phenylketonurie oder Hyperphenylalaninämie leiden und schwanger sind, haben eine maternale Phenylketonurie. In diesem Fall wird eine strenge phenylalaninarme Diät während der gesamten Schwangerschaft empfohlen. Die Phenylalaninwerte im Blut müssen in kurzen Abständen regelmäßig kontrolliert und eine phenylalaninarme Diät entsprechend angepasst werden. Die Phenylalaninspiegel sind beim ungeborenen Kind etwa doppelt so hoch wie bei der Schwangeren. Hohe Phenylalaninspiegel im Blut der Schwangeren können den Fötus (Hirn, Herz) schädigen oder zu einer spontanen Fehlgeburt führen. Eine Schwangerschaft sollte deshalb geplant und der Frauenarzt rechtzeitig aufgesucht werden, um Schäden des Fötus in der Frühschwangerschaft zu vermeiden. Es wird deshalb empfohlen, bereits vor der Konzeption mit einer strengen phenylalaninarmen Diät unter ärztlicher Kontrolle zu beginnen.

Humana wünscht Ihnen während der Schwangerschaft einen gesunden Appetit.

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