Was hilft bei zu wenig Milch

Wenn die Milch nicht reicht – Wege, die dir und deinem Baby helfen

Stillen fühlt sich nicht jeden Tag gleich an. Manchmal hast du den Eindruck, dass die Milch gerade nicht ausreicht – besonders abends oder nach unruhigen Nächten. Das darf so sein. In solchen Momenten helfen kleine, liebevolle Impulse. Hier findest du praktische Ideen, die die Milchbildung fördern und dir Sicherheit geben.

Warum sich die Milchmenge verändern kann

Muttermilch passt sich dem Bedarf deines Babys an. Es gibt Phasen, in denen dein Kind sehr häufig und kurz trinken möchte (Clusterfeeding) – genau das setzt wichtige Signale für mehr Milch. Wenn sich der Milchfluss einmal zögerlich anfühlt, bringen Wärme, Hautkontakt und ein ruhiger Rhythmus oft schnell Entlastung.

So kannst du die Milchbildung liebevoll fördern

Wenn du das Gefühl hast, die Milch reicht nicht, probiere diese liebevollen Schritte:

  • Stillen nach Bedarf: Häufiges Anlegen ist der stärkste Impuls, wenn du das Gefühl hast, zu wenig Milch beim Stillen zu haben. Auch kurze Stillmomente zählen – sie setzen Signale für mehr Milchmenge.
  • Hautkontakt & Wärme: Ein paar Minuten Hautkontakt vor dem Anlegen beruhigen, wärmen und können den Milchfluss aktivieren. Ein warmes Tuch oder eine Dusche davor unterstützt den Milchspendereflex.
  • Korrektes Anlegen: Achte auf einen weit geöffneten Mund, viel Brustgewebe im Mund und einen bequemen Halt. So trinkt dein Baby effektiver und die Milchbildung wird angeregt.
  • Stillpositionen ausprobieren: Wiegehaltung, Seitenlage oder Rugby-/Football-Haltung – finde heraus, was euch guttut. Eine entspannte Position erleichtert das Saugen und steigert die Milchmenge.
  • Wechselstillen: Wechsle zwischendurch die Seite. Dieses sanfte Wechselstillen kann die Trinkfrequenz erhöhen und den Milchfluss verbessern.
  • Abpumpen & Power Pumping: Kurzes Abpumpen direkt nach dem Stillen oder gezieltes Power Pumping (mehrere kurze Pumpintervalle mit Pausen) kann die Milchproduktion zusätzlich steigern. Sprich dazu mit deiner Hebamme.
  • Rituale für Ruhe: Ein tiefer Atemzug, ein Glas Wasser griffbereit, leises Licht – kleine Rituale helfen beim Anlegen. Weniger Stress unterstützt die Milchbildung.
  • Ausgewogen essen & trinken: Dein Körper braucht Energie und Flüssigkeit. Denk an dich – regelmäßige Mahlzeiten und Wasser sind wichtig.
  • Natürliche Helfer: Stilltee oder Bockshornklee können die Bildung von Muttermilch unterstützen – nutze sie am besten in Absprache mit deiner Hebamme.
  • Professionelle Begleitung: Hebammen und Stillberaterin sehen schnell, wo ein kleiner Impuls viel bewirkt – ob beim Anlegen, in der Position oder beim Rhythmus.

Wenn du zufütterst

Zufüttern ist manchmal notwendig. Wichtig ist, weiter häufig anzulegen, damit die Brust die richtigen Signale erhält. Kurze Stillmomente vor oder nach dem Fläschchen und Hautkontakt helfen, die Milchmenge wieder zu erhöhen.

Medizinische Ursachen ausschließen

Manchmal steckt hinter einer geringen Milchmenge mehr als Stress oder Stillrhythmus. Wenn du trotz aller Maßnahmen keine Verbesserung bemerkst, sprich unbedingt mit deiner Frauenärztin/ Frauenarzt oder deiner Hebamme. Sie können prüfen, ob hormonelle Faktoren, die Schilddrüse oder andere medizinische Ursachen eine Rolle spielen. So stellst du sicher, dass dein Körper die besten Voraussetzungen für die Milchbildung hat.


Mutter hält sanft die Hand eines Neugeborenen beim Stillen in gelbem Outfit.

Wann solltest du Unterstützung suchen?

Wenn dein Baby nicht zunimmt, sehr wenige nasse Windeln hat oder du trotz aller Bemühungen keine Verbesserung bemerkst, ist es Zeit, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Du musst das nicht allein lösen – professionelle Begleitung gibt Sicherheit.

FAQs
Was hilft bei zu wenig Milch?

  • Wie kann ich den Milchfluss anregen?

    Wärme, Hautkontakt, sanfte Brustmassage und ein tiefes Anlegen fördern den Milchspendereflex. Oft helfen auch kurze Stillintervalle und Wechselstillen.

  • Hilft Abpumpen wirklich, die Milchmenge zu erhöhen?

    Ja, vor allem gezieltes Power Pumping über mehrere Tage kann die Milchproduktion steigern. Sprich dazu mit deiner Hebamme oder Stillberaterin.

  • Was tun bei zu wenig Milch beim Stillen, wenn ich zufüttere?

    Weiter häufig anlegen, Hautkontakt einbauen und den Rhythmus „Stillen – Zufüttern – Stillen“ kurzhalten. So bleiben die Signale für mehr Muttermilch bestehen.

Sanfte Unterstützung

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